Schon viel Unsinniges wurde berichtet im Klimageschehen.
Ein Retro aus 1979, weist auf Jahrzehnte vorheriger Ermahnungen,
(Prof.Dr.Haber Biologe und Physiker)
Aufmerksame Leser sind jeden Tag mit Schreckensmeldungen aus aller Welt, deren Einflüsse und Kontrollen in ihrer herrschenden Aktualität auf unser tägliches Dasein konfrontiert. Länder im Gewaltgeschehen dominieren die Themen, doch unsere wirklichen Kriege finden in ganz anderen Maßstäben statt.
Über einige Jahre hatte und hat Corona aus dem Stamm der SARS-CoV-2 Viren in Wortführungen von Staat und Gesellschaft, in Maßnahmen und pflichtenden Verhaltensabständen, in existenziellen Nöten und Isolationen, in befürchteten Erkrankungen der betroffenen Nächsten und Mitmenschen, in einer bis dahin unbekannten Übersterblichkeit der Verstorbenen, die öffentliche um sich greifende Übermacht.
Gefolgt mittlerweile von Longcovid der Langzeitkrankheit, derer die diesen Angriff der Viren überlebt haben. Der Virus ist mittlerweile durch die intensive moderne Medizin in der Behandlung und Vorsorge in den Impfungen zurückgedrängt kaum noch Thema der Tage. Doch gestorben daran sind viele, in Deutschland ‘nur’ 150.000 Mitbürger in unseren Bundesländern und weltweit Millionen.
Die laborante Erschaffung eines schnell verfügbaren Impfserums wurde somit zum wahren Triumph der Menschheit und Record der modernen Technologie, der Abwehrkriege gegen die kleinen Viren und Bakterien. In einem Sieg über einen Gegner, den es seit Menschengedenken in solchen Angriffen seit Beginn der Aufzeichnungen nicht gegeben hat.
In diesen ersten Tagen des Frühsommers laufen wir wie jeden Sommer der Jahre nicht nur leicht bekleidet durch die sonnigen Straßen und sitzen in schattigen Eiscafés unserer Stadt bei einem kalten Getränk zum heiteren Plausch, wie in so manchen Sommerabenden, sondern haben wir uns in den Wohnungen verschlossen, und die Fenster und Türen vor der ungeheuren Hitze der mächtigen Sonnenstrahlen am wolkenlosen Himmel verdunkelt. Nein, wir sind nicht allergisch gegen die Sonne, und fürchten auch den schwarzen Tod nicht am Strand. Gefühlte 41,5 Grad Celsius beherrschten im Schatten gemessen die stündlichen Berichte zu Tage und in der Nacht. Wir sind einfach erschöpft und atemlos.
Einige unwissende Menschen lehnen die modernen Wissenschaften ab, die ihre Befürchtungen und Ermahnungen um die rasante von Menschen gemachte Klimaentwicklung bereits veröffentlichten. Und doch haben derzeit Deutschland und Europa Hitzerecorde mit Temperaturen zu verzeichnen, bei denen wir uns kaum noch bewegen wollen, die Luft unbewegt steht, die Straßen schmelzen und Autos glühen und der Atem zum Singen sogar in der Kirche schwer geht. Zudem nährt Hesekiel in seinen vorzeitlichen Prophezeiungen mit drohenden Verödungen und Wüstenlandschaften um Reich Edom unsere bereits vorhergesagten Klimakatastrophen in denen Feuer wüten und Wasser knapp wird. Auch wird bereits von Übertoten berichtet, die zumeist unvorsichtig in den Seen ertrunken sind, oder in Altenheimen verstarben.
Erdengöttin Gaia befindet sich offensichtlich im Klimakterium ihrer nächsten Lebenswelt, denn alles bisherige um uns wird sich verändern und werden wir uns alsbald anpassen müssen, unsere bisherige Lebensart und viele Gewohnheiten. In dürren Notzeiten ebenso, wie in Lyrik und Gedichten in üppiger Fülle von reich gedeckten Tischen, vollen Getreidesilos, saftigen Weiden und Wäldern, gesäumt an klaren fliessenden Gewässern berichtet wird.
Die einstigen Hippies meiner Jugend erlernten in den Wüsten Amerikas die Bauweise der Pueblos aus kühlem Lehm und Ton, der im Winter wiederum ihre Stuben wärmt, sie sind heute gerühmte Architekten. Auch uns können fremde Kulturen lehren, mit welchen Erfahrungen wir in nächsten Jahrhunderten in der ungewohnten Hitze überleben werden. Geschickte Bewässerungen und städtebaulichen Wohnungen in Licht und Schatten liegen uns bereits vor. Denn in der Zeitrechnung und darüber hinaus noch wird uns selbst mit allen heutigen Maßnahmen das veränderte Erdenklima im Griff haben.
Dieser Tage jedenfalls schreibe ich etwas abgekühlt im weitläufigen Garten, der nicht mehr bewässert werden darf, aber der großzügig über die ganze Stadt verteilt ist und in dem viele ältere und hohe Bäume zu sonnigem Licht und frischen Lüften Schatten spenden. Auch sie passen sich nur ungern chaotischen Veränderungen im Klima an.
Es ist ein Dankesbrief an die jungen Leute, die ungeachtet der erschöpfenden Temperaturen im Einsatz der etlichen Rettungskräfte von Mensch und Tierwelt sind.
Bleiben sie vorbereitet und achtsam den Generationen.