Frieden und .., Frieden und ..,

Zum Frieden 2017 im Mai

Kinder und Helden,

Schwache Sieger und starke Verlierer.


In der Kitagruppe (Kindertagesgruppe) gibt es Helden, die Sieger und die Verlierer. Wie sich in den Neuzugängen beobachten läßt, können Helden ganz tapfer ihren Freund verteidigen und suchen die Vorsichtigen im Abstand einen Rückzugsort in den kleinen Schlachten im Sandkasten und auf dem Vordeck eines hölzernen Piratenschiffes des Spielplatzes. Nach pädagogischen Lebensregeln, die sich seit Langem bewähren, sind die Gewinner zeitweilig ebenso die Unterlegenen der angreifenden Entergruppen, die sich vorerst mit einem 'Morgen aber gewinnen wir!' trösten müssen. Und sind Verlierer diejenigen, mit denen keiner mehr spielen will, weil nur sie ständig und zumeist in der Übermacht gewinnen. Wie im richtigen Leben, aber nur spielerisch in seiner Realitätsnähe und ohne Aufsicht am Spielplatz gingen alle Kämpfe und kleinen Konflikte der zivilen Nachbarschaften aus wie vermutlich noch zu Vorzeiten der Eltern und Pädagogen. In der ihnen überlassenen Selbstorganisation fechten der Kräftigere und der Klügere ihren Streit miteinander aus und die Zuschauer der Kinder jubeln ihren Favoriten zu.
Dennoch wissen alle, es sind bereits mehrere Methoden erprobt und im Lehrwesen angekommen, um als Individuum in der Gemeinschaft eine eigene und persönliche Zukunftsvorstellung zu verwirklichen als sich die Mitgliedschaft in einer erhöhten Personenverehrung nahe den Dominanten zu wünschen. Sind zunächst seine Siege der Überlegenheit in der Gruppe doch immer nur von kurzer Dauer, und haben sie in der Lebenslänge bei den Erwachsenen meist dramatisch geendet wie unterrichtet wird. Letztlich können mit der richtigen Motivation zur Mitwirkung in einer Gruppe dennoch eigentlich alle Beteiligten Gewinner sein und gibt es mit intelligenter Aufgabenteilung keine größeren Blessuren der Eskalation, die dann im richtigen Leben ihre Konsequenzen hätten.

Die Pädagogen der heutigen Zeit haben hinzugelernt, was noch vor wenigen Jahren unmöglich schien. Die Kinder der ostdeutschen Normen des autoritären Staatsystems sind aus der verspotteten Verliererszene nach dem Ende des autoritären Staates ebensolche Gewinner geworden, wie schon Jahre zuvor ihre Verwandten und heranwachsenden Spielgefährten in der Gesellschaft im Westen der Republik. Dennoch anders, als zuvor noch die heranwachsende Kindheit gedacht gewesen ist, und wie sich uns alsbald nach der Wiedervereinigung darstellte, hatten sie bereits ihre Vorläufer solchen Wandels.
Könige und Fürsten erzogen ihre Kinder zumeist militärisch, wenn überhaupt von Erziehung zu reden ist, und hielten die Jugend zur Karriere in blauer Uniform an. Pflicht und Gehorsamkeit galten als Tugenden. Die Pfarrer, die selten noch eine Kirchenkarriere unter dem einfachen Volk vorsahen, ergänzten indessen die sittliche Moral in den wenigen Schulstunden mit der Prügelstrafe. Eine menschliche Anwandlung zur geförderten Bildung und zur Liebe mit dem biblischen Testament wurde nicht verlangt.
Friedrich II, der jugendliche Fritz, hatte auf Befehl seines Vaters als Kind in einer Uniform stundenlang auf-und abzuparadieren und mußte er in Kindertagen im Nebel der Raucherstübchen dem beachtlichen Bierkonsum der Männergesellschaft um den Kurfürsten mit einiger Todesverachtung beiwohnen, wie er später schrieb. Bis er bald darauf und schon herangereift, grenzüberschreitend in die Nachbarlande mit Freund und Freundin Reißaus nahm und wieder eingefangen seinen verurteilten Freund Katte erzwungen während der Hinrichtung hatte sterben sehen. Sein Vater, strenger König der Preussen und zugleich oberster Herr der Kirche, hatte den eigenen Sohn, dessen Freund und ein adeliges Fräulein zu Landesverrätern verurteilt. Die Richter beteuerten ihren Widerspruch, um seinen Sohn und Tronfolger erst in letzter Minute vor dem Richtblock die angeordnete Enthauptung begnadigen zu können.

Den Ruf der Freiheit in den Westen versuchten Jugendliche der DDR zunächst auf riskanten Wegen, und ebenso oft wieder die Flucht verhindert und eingefangen kamen sie in staatliche Aufsicht, in Horterziehung und in Heime mit angeschlossenem Arbeitsdienst. Eltern wurden von ihren Kinder nach der missglückten Flucht getrennt inhaftiert und die Kinder zu völlig fremden, aber parteikonformen Stief-und Pflegeeltern gegeben. Für die noch kleinen aber schon Heranwachsenden war die gewaltsame Unterbringung in gesonderten Heimen und Umerziehungsanstalten vorgesehen, die es nach dem Weltkrieg auch noch im Westen der Republik gegeben hatte.
Den sogenannten Hort, die mit der Erziehung befasste Nisthilfe des Ostens für Kinder und berufstätige Eltern haben dann die Bundesländer im Westen übernommen zur Nachbeschulung gewandelt, wie es in Vorzeiten der Kindeserziehung bereits vielfach Experimente in naturnahen Kindergärten mit dem Nachwuchs gegeben hatte. Aber auch die Klassiker der Erziehung zum nützlichen Gemeinwesen der Jugendlichen, damals vor Jahrhunderten in der Philosophie zum Nutzen der Gemeinschaft begonnen, hatten die bekannten Schulen (Waldorf und Pestalozzi, Fröbel und freie Schulen) schon mit gelegentlichen Fehlversuchen begonnen.

Die der Soziologie dem entstehenden Humanismus oft zitierten vorbildlichen Ehepaare Fröbel und Pestalozzi scheiterten zunächst mit ihren beschriebenen Langzeitversuchen, um Waisenkinder aus armen Bezirken der Städte in alteingesessene ländliche Großfamilien mit täglichen Arbeitsbedingungen einzugliedern. Und nicht nur an der fehlenden finanziellen Unterstützung für ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse, sondern an der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung an den Produkten die ihre Kinder (stets in Vielzahl vorhanden) herstellten und solche Kinder aus dem Milieu in den vornehmen Städten nicht sonderlich für Wert erachtet wurden. Heute haben wir die sogenannten Familiendörfer, Familienverhältnisse vom evangelischen Ehepaar Albert-Schweizer und der katholischen Kinderdorfgesellschaft gegründet, überall in der Welt.

Der Universalgelehrte Rousseau hatte einen Sohn 'Emilie'. Nach ihm ist sein Schriftwerk zur Erziehungshilfe benannt. Emilie wurde in seiner Zeit viel beachtet und wird heute noch gelehrt darin, wenn wie geschrieben gesagt wird,
'Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener!' Der Emilie konnte vom Vater aber nicht erzogen werden in seiner stetigen trotzigen Weigerung an den pädagogischen Methoden des Vaters mit entsprechender Folgsamkeit teilzunehmen. Und wurde zu diesen Anweisungen eine Gouvernante in ihren Aufgaben beauftragt. Obwohl so bedeutend geworden, hatte der Vater in seinen vielfachen Dingen der Wissenschaften tätig einfach keine Zeit sich um den Sohn zu kümmern. Verstand er aber besonders die Natürlichkeit des Daseins als Lehrmeister in allen elementaren Grundbedürfnissen.
Schrecklich erging es dem bekannten Apfelbäumchen im Gärtchen der Tugend, in dem heute manch ein ansehnlicher Baum wächst. Der Leipziger Arzt Moritz Schreber versuchte sich in den moralischen Ansichten ebenfalls an seines eigenen Sohnes Leib und Seele.
Er entwickelte absurde Gerätschaften zur Leibeserziehung, die sämtlich der Kontrolle der aufrechten Körperhaltung und der Kontrolle der natürlichen kindlichen Lüste zur Lebenshaltung dienen sollten. Sein Sohn, nach langen Jahren als lebensnahes Objekt in den Übungen entkräftet, wurde danach zur Folge in die Psychiatrie eingewiesen. Der Arzt Schreber war übrigens ein Verfechter der Kastration zur Vermeidung von ungeliebten Behinderungen, die der Onanie von Jungen und Mädchen zugedacht waren und ein Vertreter der Chirurgien am Leibe, die damals gerade in Mode gekommen waren. Seiner Lehre zufolge wurden im Deutschen Kaiserreich unzählige Mädchen vorsorglich an den Gliedmaßen zur Nacht gefesselt und medizinisch an ihren Geschlechtsorganen beschnitten.

Wenige Jahre später übernahmen andere Organe die Macht im Reich der Kinderzimmer. Wer es sich im Bürgertum leisten konnte, erzog seine Kinder mithilfe der teuren hölzernen Steckenpferde und Zinnsoldaten. Und bald marschierten die Lieblinge der Könige als Soldaten nicht nur diszipliniert den Vätern vorgeführt im Spielzimmer auf und ab, sondern standen sie zum Apell auch vor den Werkbänken stramm.
'Eisen erzieht!' hieß der Schlachtruf nun bei Borsig, Bosch, im Stahlwerk Thyssen, Mannesmann und Eisenhüttenstadt. Ganze Kompanien an Werkzeugmachern lernten ihre Feilen im Takt zu schwingen und in der verlangten Form zur Akkuratesse Strich für Strich im Gehorsam wie ein Bajonett zu benutzen. Was dann stillgestanden und die Hände an der Hosennaht angelegt, den Ausbildern zur geforderten Reichsehre ebenso nützlich wurde.

Ein paar Jahrzehnte lang marschierten die Jugendlichen mit Fähnchen und Wimpel geordnet durch die Straßen, starben sie als letzte Einheit einen sinnlosen Krieg und prügelten sie sich um die wenigen noch übrig gebliebenen Brotkrumen der zivilen Bevölkerung. Wenige Jahre später aber kletterten sie schon wieder in der Landverschickung in den Wäldern der Berge und sprangen sie nach dem fülligen Haferbrei mit der wiederentdeckten Körperertüchtigung nackig wie Gott sie schuf in den Dünen der Nordsee herum. Dennoch trotzig wie schon alle ihre jugendlichen Vorfahren revoltierten sie wenig später in rockenden Musikbands mit schmalzigen Locken.

Mit versteckten Zigaretten in den Hauseingängen und nach Ansicht der gängigen Moral der Neuzeit auffällig geworden, saßen geschminkte Mädchen mit dem Petticoat auf dem Sozius eines Moped hinten auf. Solche halbstarken Jungen ebenso wie Mädchen noch nicht volljährig wurden daraufhin von konservativen Nachbarn angezeigt von der Gendarmerie von Zuhause abgeholt, und verschwanden sie in Heimen für 'Schwererziehbare Kinder und Jugendliche'. Ihre oft noch selbst jugendlichen Eltern, denen dann die Erziehung ihrer Kinder im eigenen Recht verweigert wurde, waren selbst im ebenfalls noch neuen Staatswesen der Nachkriegsjahre der überholten alten Mächte verunsichert und sich im Staatsleben zunächst selbst überwiegend ihrer Existenz überlassen.
Doch befand sich diese junge Generation des zwanzigsten Jahrhunderts bereits im inneren Geschlechterkampf und im vielfach Widerspruch zum überholten Rollenverständnis in bisherigen Definitionen von Mann und Frau in der Ehe. Besonders die Frauen begannen im Selbstbewußtsein sich selbst und die ihnen zugedachten Aufgaben zu überdenken.

Die Erziehung der Kinder befand sich noch im Stadium des überlieferten Generationsverhaltens der vielköpfigen großen Familien, in denen die Generationen von Alt und Jung im täglichen Dasein täglich beieinander waren. Und die Kirche ein überholtes moralisches Verständnis aufzeigte in dem die Werte von Ehe und Familie besonders streng von den Institutionen kontrolliert und öffentlich in Recht und Unrecht immer erneut angemahnt wurden. Ehescheidungen und Abtreibungen wurden in der gerichtlichen Schuldzuweisungen und im Entzug des Fürsorgerechtes der Erziehung bestraft. Ehefrauen hatten rechtlich sowie amtlich nach dem Gesetz ihren Männern zu gehorchen und durften kein eigenes verantwortliches Leben führen. Aber auch diese Zeit unser Großmütter und Großväter kindlichen Werdens zu den heute gereiften Menschen von damals verging.

Und dies mit viel ausgelassenem Getöse in sogenannten Kinderläden in einem ganz modernen Experiment der aus den Vereinigten Staaten überbrachten, benannten 'Antiautoritären Erziehung'. Benannt nach einem kleinen abgelegenen Ort Sommerhill der damaligen Hippi- und Friedensbewegung entstanden. In einem Versuchsfeld der Grossstädte, in dem sich Kinder völlig zwanglos und ausgelassen benehmen durften und die sogenannten Erzieher in der Betreuung vielfach ihre Autorität abgaben und nur noch die oft verspotteten Spielgefährten waren. Die vorbildliche Person, an der sich ein Kind naturgemäß zu orientieren hat, hatte sich darin dem Willen des Kindes zu unterwerfen. Völlig entnervt von den Kindern und Diskussionen darum beendeten die sorglosen häuslichen Eltern, einsichtige Aufsichten und letztlich auch die Gesundheitsämter diese Experimente nach wenigen Jahren.

Mit den Forderungen nach kleineren Schulklassen, zeitweise waren dreißig bis vierzig Kinder in einer Klasse des stufigen Systems in Haupt-, Mittel- und Oberschulen üblich, entstand ein weiteres Experimentierstadium. Zunächst waren viele Eltern davon überzeugt sie hätten nicht nur ein recht cleveres Kind in seinen Fähigkeiten, sondern unbedingt eines mit einem hohen Intelligenzquotienten und es sei im Mindesten und irgendwie in Irgendetwas und im Besonderem befähigt und darum nicht weniger als überaus 'hochbegabt' zu nennen.
Hierfür deklamierten Wissenschaftler ihre Untersuchungen und hatten solche Kinder regelrechte Stresstests mit ihren übereifrigen Eltern zu absolvieren, während zumeist mehr und mehr durchschnittliche Spielfreuden in der Beobachtung von Gleichaltrigen ihre eigentlichen Talente offensichtlich werden liessen.

Ein jedes Kind ist für eine gewisse Zeit ein neugieriges leeres Behältnis und nicht nur biblisch schon beobachtet lernt es am besten spielerisch, wie lernen an sich und von klein auf doch mit ersten Problemlösungen einhergeht. Und sich mancher Pfiffikus darin als listig und schlau erweist. Uns ist heute die geförderte Kreativität selbstverständlich geworden in geeigneten Experimenten und mit ersten Entdeckungen in der Lebenswelt. Es entstanden mit den Ansichten von erhöhtem Wohlstand, dem Haben auch ein Werden der Gesellschaftsschicht, zugleich in der Ablehnung zur gesamtheitlichen Menge der staatlichen Schulen und vermehrt zu heutigen Privatschulen. Die ergänzt sind durch Förderschulen für lernschwache Kinder, wie von Maria Montessori schon Anfang des neunzehnten Jahrhunderts begonnen.

Bald nach dem Wirtschaftswunder überschwemmten erste Drogen die Schultoiletten und alle Schüler und Eltern waren betroffen ganz gleich in welcher Schule. Es erfolgten plötzliche Kontrollen, Warnungen durch Behörden und Aufklärung durch Lehrer und Polizei. Die Kinder der Jugend in Deutschland wurden wie überall auch sonst in der Welt als die neuen Opfer des Bösen entdeckt und mit seinen missbrauchten Substanzen verführt.
Waren zuvor vereinzelt Alkoholausschweifungen noch üblich gewesen, folgten nun Haschisch und LSD und begann in diesen Jahrzehnten der gesellschaftliche Abstieg der Jugend in die Sucht und Kriminalität, gefolgt von ihrer Verelendung, die besonders in den Grossstädten offensichtlich wurde. Die Drogentoten in Berlin und Hamburg, und im vielfach Elend von Amsterdam in letzten Tagen ihres Lebens in Abbruchhäusern um die Beschaffung von Heroin und Drogen erlangten ihre Höhen überall in Europa, und ihren Niedergang in immer mehr Opferzahlen mit neuen chemischen Giften. Herangeführt zu heutigen Designerdrogen folgten die leistungsfördernden Substanzen wie 'Ecstasy' und 'Christal Meth' im Lebenskampf der Süchtigen. Klinisch saubere Spritzenräume wurden in Frankfurt eingerichtet und wird die Substitution im Abklingen der Sucht von Drogen heute therapeutisch in gewisser Reinheit bevorzugt.

Aufgewachsen in sozialen Gegenden besonderer Enge und im Revier der Jugendlichen, haben heutige Streetworker Mühe die gelegentlichen Streuner wieder einzufangen, wenn sie überhaupt aus miesen, gewalttätig elternlichen Verhältnissen fliehen konnten. In der Gruppenbildung von kriminellen Gangs und jugendlichen Clicken der Jungen und Mädchen beginnt dann in den Bezirken der Städte ihrer sozialen Zugehörigkeit schon früh der Wettbewerb des Überlebens. In die Fürsorge der Jugendämter gebracht sind heute offene Wohnheime mit Lehr-und Lebensmöglichkeit für diese Jugendlichen üblich geworden, z.B. in der Stefansstiftung. In der belehrten Gesellschaft wiederum bildeten sich mit der Jugendfeuerwehr 'Hilfe, die Schule brennt' und im 'Fliegenden Klassenzimmer' dem Erich Kästner humorvoll nachgelesen Brennpunktschulen an solchen Orten aus, an denen die Erzieher nun zum Pädagogen gewandelt gelegentlich mit viel Geduld und Motivation aber auch mit gestaffelten Sanktionen handeln sollen.

Zeitgleich mit der Filmindustrie kamen vielbachtet bis heute auch Vorbilder in der Rechtsprechung um Gerechtigkeit des Staates und in der Zivilcourage in die Köpfe der Zuschauer, während es in Amerika und Südafrika noch die Apartheit gab.
Jede zeitliche Entwicklung animiert die Jugendlichen zur Nachahmung und hatte sich das Gesellschaftsbild in den Wahrnehmungen der Jugend in Deutschland mit der Zuwanderung aus Südeuropa verändert. Vielfach gab es Vorurteile und waren der fremde Glaube und die andere Lebensart unbekannt. Zum viel diskutierten Spielfilm 'Spiel mir das Lied vom Tod', einem Rachefeldzug der Gewalt, kamen das Musical 'Maria' und wurde in 'Das Kreuz und die Messerhelden' in Vorführungen der Jugendarbeit von Stadtmissionen und dem CVJM eine Liebe zwischen Gesellschaftsschicht und Ethnien befürworteten. Auseinandersetzungen der angestammten Jugend mit zugewanderten Jugendlichen der anderen Ethnien wurden zu üblichen Gesellschaftskonflikten die in Film und Fernsehen zur Einsicht Anerkennung verlangten und waren ebenso in nachgespielter Gewalt Vergewaltigungen und brutale Handlungen in nachgespielten Kriegen zu sehen die sich Antikriegsfilme nannten. Die Ablehnung von Rache und Vergeltung ist schließlich ein selbstverständliches christliches Bewußtsein der heutigen Vergebung, doch nicht in allen Weltländern gleichwertig angesehen.

Spielfilme können im Bewusstsein wie Fussball und sonstige Sportarten eine emotionale körperliche Kompensation in der sonst üblichen, verlangten und friedlichen Ordnung des Verstandes bewirken. Ein Kinobesuch ist der Jugend immer ein Abenteuer. Ein Spielfilm kann auch einfach ein Bilder- und Kunstwerk sein. Dennoch wurde aus einer eher distanzierten Betrachtung mit der Zeit ein 'Echt Cool' mehr oder weniger noch ein 'Hartes Leben' in den Phasen der jugendlichen Eroberungen zur Neuzeit, in der die Jugend ihrem Drang nach Geltung erlangt. Vereinzelt gingen dann die üblichen Unterwerfungsrituale der schwächeren Kinder mit den Stärkeren auf dem Schulhof bis zu schweren Verletzungen über und gab es vereinzelte und versuchte Tötungen von Jugendlichen aus ganz anderen Gründen, die aber auch einem vorgespielten Muster folgen konnten. Zugleich stieg die Zahl der Selbstmorde unter Jugendlichen.

Es wandten sich mit der Entwicklung zur Gruppendynamik die schon älteren Mitschüler ebenso gegen ihren Lehrkörper, die eigenen Eltern und herbeigerufenen Ordnungskräfte in der Gewalt, wie im zuvor bereits gespielten interaktiven Rollenspiel und in dort vorgezeigten Fantasien. Die hinzubeorderte Polizei, die Jugendgerichte und ihre vorgestuften Maßnahmen zur Selbstbesinnung aufgefordert, griffen nun strenger durch und tatsächlich sank die Anzahl der Vorfälle in den Gewalttaten und verhinderten sie gelegentlich in sozialen Maßnahmen die Entwicklung zu Jugendstrafen, die sonst lebenslang in den Akten die weiteren Stufen der Lebenskarriere begleiten.

Die Pille, einst von der Firma Schering zur Verhütung der ungewollten Schwangerschaft entwickelt, wurde nach ihrer Entwicklung zum Schreckgespenst in der moralischen Kriegsführung der Kirchen. Im Streit der Dreifaltigkeit von Gesellschaft, Kirche und Staat ist sie zwar immer noch zuvor nach der Befruchtung verschreibungspflichtig, aber ebenso selbstverständlich in der Selbstbestimmung über sich und seinen Körper der Gleichberechtigung den Frauen überlassen. Die Schulen sollen im Unterricht mehr noch als in der Biologie des Menschen über Geschlechtskrankheiten und die Verhütung von ungewollten Schwangerschaften aufklären und praktische Beispiel zeigen. Die Kinder der heutigen Ordnung in den Schulen mit der Entwicklung zur Lebenslust sind oft nicht geplant, aber zugleich im sozialen System der gesellschaftlichen Pflichten beachtet, und darum vielfach schon im Mutterleib mit ersten Visionen ihrer Fähigkeiten in der Gesellschaftsordnung eingeplant. Erste sexuelle Erfahrungen gibt es in der Reife und Regel schon um die 12-14 Lebensjahre. Wobei juristisch bedingt und beurteilt ab dem 14. Jahr darin die persönliche Freiheit des aufgeklärten Heranwachsenden besteht.

Wie regelmäßig festgestellt werden kann, bekommen selten aber gelegentlich Kinder selbst schon Kinder und sind akademische berufstätige Eltern bisweilen schon nahe an der menstruierenden Endzeit, wenn sie dann überhaupt noch ein erstes Kind wollen. Ein Großteil der ersten Kinder (~40%) kommt zwar immer noch, wie schon seit ewigen Zeiten mit Lust und Liebe noch vor der Standesehe zur Welt und folgen ihm dann auch bald einverständig die familiären Geschwister. Die schwangeren, frisch gebackenen Mütter und ihre Kinder werden künftig im Staat besser geschützt und erstmals werden auch Schülerinnen und Studentinnen einbezogen, dies wurde im Bundestag 2017 zur Reform des Mutterschutzgesetzes beschlossen.

Was künftige Schulpädagogen im Blickfeld vermutlich noch zu lernen haben, ist in diesen Tagen im Staatswesen der Bundesregierung zum Gesetz verabschiedet worden. Die Regierung hat am 22.03.2017 den vom BMJV vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach 08.05.1945 wegen einvernehmlich homosexueller Handlungen verurteilten Personen ausfertigt.


Bedenkenlos werden Kinder dem Alter entsprechend dennoch zumeist von Amts wegen nicht den Eltern überlassen, und sind minderjährige Kinder, die selbst Kinder bekommen, in Einrichtungen zur Ausbildung der Elternfürsorge zusammen mit ihren Kleinkindern untergebracht. Es sollten sich alle Kinder von Gott geliebt wissen, sie sind selbst in der Menschwerdung seine Menschenkinder und seine Zukunft der Lebenswelt ebenso in einer gelenkten, geordneten sowie ihrer persönlichen Entwicklungszeit.
Aktuell zurzeit des einundzwanzigsten Jhd. verändern sich die Grundschulen in ihrem Bestreben zu Ganztagsschulen nach dem Schulunterricht in Aufsicht und Schulspeisung mit der Nachbetreuung. Pädagogen, Soziologen und spezialisierte Kinderpsychologen haben in dieser Zeitentwicklung vermehrt an den staatlichen Schulen die Aufgaben der fachlichen Betreuer und der freundlich beratenden Erwachsenen zum Lebensalltag übernommen. Die sogenannte Inklusion macht es leichten Behinderungen und Lernschwächen möglich barrierefrei nach eigenen Fähigkeiten in den Schulen am üblichen Unterricht der 'normalen' Kinder teilzunehmen. Außerhalb der staatlichen Gesamtschulen sind praxisnah berufliche Orientierungen möglich geworden, wenn die bisherige Laufbahn zum Lebenserwerb dem Heranwachsenden noch nicht so deutlich wurde.

Ausgeteilte Schläge mit dem Lineal auf Hintern und Hände und schnelle Kopfnüsse des Lehrers Lämpel auf die geduckten Häupter der Schüler, wie sie noch bei Wilhelm Busch im Max und Moritz üblich waren, sind dem Lehrkörper in jeder Form auch nach Schülerprovokationen streng untersagt. Lang gezogene Eselsohren und in die Klassenecke gestellte Sünderinnen sind nicht mehr zu denunzieren und der versammelten Klasse verächtlich gemacht vorzuführen.
Lehrer stellen aber auch Verwarnungen aus an solche Eltern, wenn diese zur Aufruhr anstiften und ihren erzieherischen Aufgaben nicht nachkommen.

Während die Eltern sich den Unterhalt zum Leben verdienen müssen, gibt es als Lückenbüßer in der gesellschaftlichen Beteiligung der Rentenzeit mittlerweile auch leihweise eine Oma und den Opa zu beauftragen, die dann die alltäglichen Fragen der Enkelkinder zu beantworten wissen sollten. Solche ehrenamtliche Helfer auf Gegenseitigkeit mit Kindern in der spielerischen und lernfreudigen Lebensnähe sind soziale Entwicklungen die sich aus der Freizeit der beruflichen Eltern ergeben haben in denen beide Elternteile beruftstätig sind.
Hieß es doch einst zur Mittagszeit gelegentlich noch: 'Nein, Nein, Ich esse meine Suppe nicht!' schrieb schon Heinrich Hoffmann in seinem Zappelphilipp ein Gedicht für seine kranke Tochter mit dem Struwwelpeter. Ein Zappelphilipp holt sich zwar auch heute noch einige blaue Flecke, wenn er vom Stuhl fällt, und fetzt die Tischdecke mit, ein unruhiger Geist aber muß erst lernen sich selbst zu beruhigen und kann dafür manches körperliche Übungsfeld in Sport und Spiel und musikalischer Bewegungstanz ebenso nützlich sein. Dafür braucht es keine Medizin zur Beruhigung wie sie derzeit in Mode kommt. Ein Kind sollte aber auch eine Weile für sich sein dürfen und außer Reichweite der ständig kontrollieren Eltern, bisweilen auch im Ruheraum der Schule und nach einem kleinen Theater im Unterricht.

Im übrigen Geschehen der Heranbildung von Kindern zum Sozialstaat (Der Staat bin ich!) besteht in Deutschland neun lange Jahre Schulpflicht, die mit Polizei, Sozial-und Jugendamt auch zwangsweise angeordnet werden kann. Die Erfahrungen lehren bereits in der Menge der Literaturen darin einen geschickten Wechsel vom einstigen Stoff im Paukerunterricht zum lernfähigen Staatswesen.
Mit Erfindung des eigenwilligen widerspenstigen Mädchens Pippi Langstrumpf wurden die Geschichten von Astrid Lindgren weltberühmt und weist der verwaiste Junge Mogli im 'Dschungelbuch' mit Rudyard Kipplings Geschichte auf die Dramen hin ohne Eltern aufzuwachsen. Aus seiner Sicht lernt der kleine Däumling die Weisheit der weiten Welt des Lebens, wenn er mit Selma Lagerlöff und den Wildenten auf die Reise geht. Kleine Hexen gibt es von Ottfried Preussler immer wieder wie sie sich über alle Warnungen der Älteren hinwegsetzten, und ein kleines Mädchen Anna, die immer mit dem lieben Gott telefonierte wenn ihr gerade danach war, und sie ihm alle Fragen stellen konnte, die schon Sokrates und Platon zum Alpha und Omega allen Werdens erkannt hatten.

Nur einige Beispiele hier in der Historie der Erziehung, die zugleich eine klare Absage an solche Mediziner sind, die den unkonzentrierten, nervösen Kindern dieser Ordnungswelt unbedenklich ein antiquiertes 'Still sitzen' verordnen wollen und sie in ihrer mangelnden Beurteilungsfähigkeit den überaus begeisterungsfähigen Kindern dafür ein pharmazeutisches Mittel verschreiben. Mancher Lehr-und Leistungsanspruch wird hier einfach zur Diktatur des Rezeptblockes vor belasteten Eltern als diese selbst um Geduld zu ermahnen. Es ist hierzu die genügende 1. Bewegungs- und 2. Gedankenfreiheit im Recht des Kindes angebracht.


A.H.S.



Lebenslang lernen

  • Struwwelliese und Struwwelpeter
    Moralische Grundwerte von Dr. Hoffmann.


    * 25 Jahre Kinderrechtskonvention *
    Kinder haben bereits die Pflicht zur Schule zu müssen. Doch sie haben auch ein Recht darauf lernen zu dürfen und Antworten zu ihren Fragen zu bekommen.
    Hier die ersten 10 der 54 Unicef - Artikel.

  • Hier noch einige Zitate der Erzieher von einst:

    Martin Luther
    'Und ginge morgen die Welt unter, so würde ich dennoch heute ein Apfelbäumchen pflanzen. Denn bei einer Frau zu liegen, ist ein einzigartiges Erleben.' Luther hatte 4 Kinder und einige Waisen angenommen.
    Maria Montessori
    'Ein jedes Kind ist von Natur aus gut. Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.'
    Jean Piaget
    Kinderspiele sind bewundernswerte soziale Einrichtungen. Das Murmelspiel enthält ein ganzes System mannigfacher Spielregeln; ein vollständiges Gesetzbuch und eine ganze Rechtsprechung.
    Sigmund Freud
    'Ein Kind soll Triebbeherrschung lernen. Ihm die Freiheit geben, daß es uneingeschränkt allen seinen Impulsen folgt, ist unmöglich. Die Erziehung hat also ihren Weg zu suchen zwischen der Scylla des Gewährenlassens und der Charybdis des Versagens.'
    Clemens von Brentano
    O wie dankbar ist ein Kind! / Pflege ich die zarte Pflanze, / schütz ich sie vor Sturm und Wind, / wird's ein Schmuck im Himmelsglanze. / Wie gelehrig ist ein Kind! / So wie du es lehrest lesen / in dem Buch, in dem wir sind, / so wird einst sein ganzes Wesen. / Werden muß ich wie ein Kind, / wenn ich will zum Vater kommen; / Kinder, Kinder, kommt geschwind, / ich wär' gerne mitgenommen.
    Peter Rosegger
    'Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollten. Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe. Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.'
    Jean-Jacques Rousseau
    'Kindererziehung ist ein Beruf, wo man Zeit zu verlieren verstehen muß, um Zeit zu gewinnen. Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.'
    Johann Heinrich Pestalozzi
    'Der erste Unterricht des Kindes sei nie Sache des Kopfes und der Vernunft! Er sei ewig Sache der Sinne, Sache des Herzens, die Sache der Mütter und Väter! Dennoch, es ist das Los des Menschen, daß die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt zu jedem, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die andern wissen. So wie der Mensch sich selber hochachtet, achtet er seine Natur in jedem anderen Menschen hoch. Selbstachtung ist also das Menschengeschlecht zu vereinigen.'
    Immanuel Gottlieb Kolb
    'Wenn man einen Menschen bloß lobt und sein Gutes hervorhebt, oder ihn bloß tadelt und sein Schlimmes hervorhebt, so thut man ihm beidemal Unrecht. Denn oft sucht man den Fehler bei anderen anstatt bei sich. Und ist 'fehlen' doch ein Zeitwort; das kann man konjugieren. Da 'fehle' ich allemal.'
    Friedrich Fröbel
    'Bei der Erziehung muß man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein. Denn Erziehung ist Beispiel und Liebe, und sonst nichts.'
    Platon
    'Das Gemüt des Kindes muß, fern von Verzärtelung, welche empfindlich, zornig und mürrisch macht, wie von zu großer Strenge, welche Kleinmut und Sklavensinn erzeugt, in einer möglichst heiteren Stimmung gehalten werden.'
    Matthäus 5, 44
    Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel; denn er läßt die Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten, und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
    Andreas
    'Gottes Wort ist den Schmetterling begrüßt überall vernommen, und mit dem Kinderball zu Höhen empfangen.'
    'Auf den gesegneten Wegen des Herrn stolpern und springen sie überall umher. Gehen sie dennoch erst aufrecht, wenn sie in die Arme der Liebe fanden.'
    Sprichwort aus Zimbabwe
    ' Tu einem Kind Ehre an, und es wird dir Ehre antun! '