Frieden und .., Frieden und ..,

Zum Frieden 2017 im November

Die UNgeliebten

Myanmar

Myanmar, allgemeinsprachlich als Birma oder Burma bekannt, ist ein Staat in Südostasien und grenzt an Thailand, Laos, die Volksrepublik China, Indien, Bangladesch. Seine Küstenlinie zum Meer ist der Golf von Bengalen.
Dieses Land ist oft in der Literatur mit Mandalay zu finden, und verklärt wird es zu einem verwunschenen Königreich erklärt, mit geheimnisvoll versunkenen Reichen, und vielen Schätzen, der in den Bergen mit Edelsteinen geschmückten Kulturen. Und einer der größten vergoldeten, weltweit bekannten Pagoden Asiens.

Vor den britischen Annexionen und Besatzungen mag dies auch noch gestimmt haben. Mit den Kolonien aber wurde der König und sein Staatswesen abgesetzt, und flüchtete er nach Indien, wo er und seine Hofbediensteten verstarben. Japan übernahm zum Zweiten Weltkrieg seiner Invasionen gewaltsam diese Kolonien Englands und Birma zerfiel mit den Tempeln nach dem Weltkrieg wieder in die einzelnen Landesregionen seiner Ethnien und Völkerstämme.
1961 bis 1971 wurde der birmanische Politiker Maha Thray Sithu U Thant einer der ersten Mitarbeiter und dann der dritte Generalsekretär der gegründeten Vereinten Nationen. Seine Jahre waren bestimmt durch die politische Polarisierung der Ideologien von Ost und West, den zunehmend entstehenden Gegensätzen im Nahen Osten und in Asien, wie in den Kriegen in Korea und Vietnam und der Unmenschlichkeit in Kambodscha. Wie auch Tailand suchte Myanmar in der geschickten Diplomatie mit den Weltmächten um seine Fähigkeiten die eigene Unabhängigkeit zu bewaren. Myanmar ist vorwiegend buddhistischer Religion zugetan.
Mit der militärischen Verstaatlichung in den siebziger Jahren mussten die christlichen Missionare das Land verlassen. Immer wieder kam es zu vereinzelten Unruhen in den Länderregionen und mit den Aufständen wurden Reformen verlangt. Wie in jeder militärischen Regierung geschehen diktatorisch immer wieder Übergriffe auf die Zivilbevölkerung.

Die heutige Politikerin Aung San Suu Kyi 1945, in Rangun geboren, ist als Friedensaktivistin in der Tradition ihres Vaters weltweit bekannt geworden. Ihr Vater, der bereits selbst für die Unabhängigkeit Birmas von England eingestanden war, wurde im Attentat getötet. Die Tochter studierte in Europa, arbeitete für die UN und setzte sich in Birma dann für eine neue entstandene Partei ein. Sie verlangte mit den Gefolgsleuten auf friedlichem Wege eine Verfassungsänderungen.
1991 erhielt Suu Kyi den Friedensnobelpreis, und musste anschließend im Hausarrest neun Jahre in der politischen Enthaltsamkeit und Untätigkeit verbringen. 2012 aber wurde sie im neuen Parlament in ersten demokratischen Wahlen des Volkes zum Abgeordneten gewählt und 2015 gewann ihre Partei die jetzige Mehrheit. Sie kann nicht Staatsoberhaupt werden aber führt ihre Fraktion an.
In der jüngeren Entwicklung mehren sich die Vorwürfe zur Vertreibung der islamischen Rohingya aus dem Küstenland am Golf. Und ganz generell in der Ausgrenzung dieser Volksgruppe mit der islamischen Religion im Land, motiviert und unterstützt von den überall vorherrschenden buddhistischen Einflüssen. Die UN beklagt zu ihren Beobachtungen der bislang etwa 15.000 Flüchtlinge an den Grenzen zu Bangladesch mit den Vertreibungen, Brandstiftungen und Übergriffen einen örtlich entstehenden Genozid unter den etwa 1,1 MIO Rohingya.

Kurdistan

Kurdistan war ebenfalls immer ein begehrtes Traumland der Literatur. Doch nicht nur in der Literatur, sondern im praktischen Neuerstehen seiner Selbstbestimmung sind europäische Unternehmen vor Ort.
Begannen die Investititionen bereits vor den Kriegen im Städtebau und in der Infrastruktur in der künftigen Selbstverwaltung zum Staatswesen.
Doch der Nahe Osten hat heute noch ein Trauma, welches sich vor wenigen Monaten im Krieg in Syrien wiederum als Schrecken erwiesen hat. Die Giftgasbestände im Waffenarsenal Syriens wurden eingesetzt und sind nachfolgend erst mit Aufforderung der Internationalen Staaten (und Deutschland) schnellstmöglich vernichtet worden. Die gemeinsame Resolution der UN Staaten appellierte bereits vor Jahrzehnten diese technischen und biologischen Waffen zu ächten. Israel hatte erst kürzlich vorsorglich wiederum Gasmasken ausgegeben, als von Syrien aus Raketen über ihre Städte flogen und damit seine zivile Bevölkerung in neuerliche Angstzustände versetzt.

Diese Geschehnisse erinnern an einen Krieg im letzten Jahrhundert, den die Mächte im Orient um die Ölvorräte in Kurdistan führten. Verfeindet wie die Sunniten und Schiiten schon des Öfteren in der Zeitgeschichte waren, nahm der langjährig andauernde Krieg zwischen dem Irak unter dem Militaristen Saddam Hussein und dem fundamentalen Iran heute vergleichbare Zustände in Syrien an. Zwischen den Lagern befanden sich im Kriegsterritorium die Kurdenstämme und ihre Gebiete mit erschlossenen Ölvorkommen, denen 1970 bereits die autonome Selbstverwaltung zugesagt wurde.
Im Giftgasangriff des Krieges 1980-1988 von irakischer Seite verursacht, starben in der Zivilbevölkerung der Kurden viele tausend Menschen.
Seitdem, und schon zuvor in die Geografien verteilt, befinden sich viele Kurden seit dem Osmanische Reich in der Region Arabiens, der Türkei und im Nahen Osten verstreut. Viele flüchteten nach Europa und in die Türkei, wo sie in einem Randgebiet des kurdischen Territoriums leben und dort in der Türkei wenig beliebt eine wachsende Minderheit bildeten. Es kam zur Mitbestimmung an der Staatsgewalt in der Türkei, zur Diskriminierung und mit ihr zur Entstehung der PKK, die einen Widerstand organisierte.
Im aktuellen aggressiven Kriegsgeschehen einer religiös motivierten und terroristischen Gewalt wurden die autonomen Gebiete von der radikalen Konstruktion 'Islamischer Staat' überrannt und mit grausamen Tötungen unter den Zivilisten eine Terrorherrschaft verübt.
Mit internationaler Hilfe gelang es den Kurdenstämmen gemeinsam die bereits zerstörten Städte zurückzuerobern. Und ist in diesen Tagen am 25.09.2017 bei den Vereinten Nationen darum der Antrag eingegangen, die in den Abkommen mit der Türkei und dem Irak bislang festgelegten Hochheitsgrenzen zum Staat der Kurden zu erklären.
Ein motiviertes Staatswesen ist ihnen mit den Geschehen und Lebenskämpfen der neuzeitlichen Geschichte Argument. Sachlich betrachtet hat eine solche geschichtlich immer wieder veränderte und nun umrissene Staatshoheit den Vorteil, in der Ansicht sowie in den Rechten und Pflichten der anderen Staaten, als solches beachtet und respektiert zu werden. Aus dem internationalen Begriff Staat leitet sich die eigene Rechts- und Gesetzesbildung, die eigene Justiz und Selbstverwaltung ab. Ein Staat kann bei der Weltbank Unterstützung beantragen und hat eine gewichtige Stimme bei den Vereinten Nationen.

Text der UN-Experten:
IS-im Irak wahrscheinlich Völkermord

Die Bluttaten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak erfüllen nach Einschätzung von UN-Experten wahrscheinlich den Tatbestand des Völkermords. Die Extremisten würden systematisch Angehörige bestimmter ethnischer und religiöser Gruppierungen angreifen, um sie zu vernichten, heißt es in einem vom UN-Menschenrechtsrat in Genf veröffentlichten Bericht.
Dazu gehörten unter anderem Jesiden, Kurden, Turkmenen und Christen. In dem Konflikt seien bis zum 10. Dezember 2014 mindestens 11.600 Zivilisten getötet und fast 22.000 verletzt worden, heißt es. Hinzu komme eine unbekannte Zahl von Menschen, die durch "Sekundärfolgen" der bewaffneten Auseinandersetzungen wie dem Mangel an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten ums Leben gekommen seien.
"Das Ziel der IS-Miliz bleibt es, den irakischen Staat und die Gesellschaft zu zerstören, indem sie Gewalt und Teilung vorantreibt", erklärte der UN-Sonderbeauftragte für den Irak, Nikolai Mladenow. Schwerere Verletzungen des humanitären Völkerrechts hätten sich aber auch irakische Sicherheitskräfte und mit ihnen verbündete bewaffnete Gruppen schuldig gemacht.

Referendum der Westsahara

Vom Norden im Weltgeschehen kaum zur Kenntnis genommen, wurde von deutschen Unternehmen in Marokko nicht nur das derzeit größte Spiegelsystem der Energiegewinnung in der Wüstenregion installiert. Es kommt auch immer wieder zu gewaltsamen, kriegerischen Spannungen um ein Teilgebiet der angestrebten Unabhängigkeit im Westen der Sahara mit vielen getöteten Soldaten und Zivilisten.

Westsahara (Text UN): 27.Februar 2017 UN-Generalsekretär Guterres fordert die Konfliktparteien zur Deeskalation auf - In der eingerichteten Pufferzone der südlichen Westsahara kommt es zu vermehrten Spannungen zwischen Marokko und der Polisario-Front. Der UN-Generalsekretär forderte beide Parteien auf, "alle notwendigen Schritte zu unternehmen", um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern.
Laut einer Erklärung des Sprechers des Generalsekretärs befinden sich bewaffnete Gruppen beider Parteien in unmittelbarer Nähe voneinander. Die Situation wird von der Mission der Vereinten Nationen für das Referendum in der Westsahara überwacht.
Der Generalsekretär appellierte an die Konfliktparteien, sich aus der Pufferzone zurückzuziehen und sich an die Verpflichtungen des Waffenstillstands von 1991 zu halten. Im Westsaharakonflikt strebt die 'Polisario-Front' einen unabhängigen Staat an, und betrachtet Marokko das Gebiet als Teil seines Territoriums.

Im Jemen (Yemen), die kleine Halbinsel.

Im umkämpften Jemen werden die Zustände in der medizinischen Versorgung und mangelnde Lebensmittel in der Zivilbevölkerung zunehmend unmenschlich.
Der allgemeine Hygienestandard ist nach heftigen Wasserfällen des Monats und durch zunehmende Entkräftung der zivilen Bevölkerungsteile nahezu unmöglich einzuhalten.
Die Seuchen der mangelnden Trinkwasserqualität sowie die Cholera breiten sich darum aus. Das wirtschaftlich arme Land befindet sich im Bürgerkriegszustand mit den arabischen Staaten, und fragt die Internationalen Hilfsorganisationen um Hilfsmittel und Medikamente an. In der Bundesrepublik steht zum Geschehen die Waffenlieferung um gepanzerte Fahrzeuge an Saudi Arabien in der Kritik.

A.H.S.


  • Die UN Resolutionen




    RESOLUTION 60/160
    Verabschiedet auf der 64. Plenarsitzung am 16. Dezember 2005.
    60/160. Wirksame Erklärung über die Rechte von Personen, die nationalen oder ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören.

    Art.5: Wir fordern die Staaten und die internationale Gemeinschaft nachdrücklich auf, die in der Erklärung festgelegten Rechte von Personen, die den nationalen oder ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören, zu fördern und sie zu schützen.
    Namentlich indem sie Bedingungen zur Förderung ihrer Identität begünstigen, eine angemessene Bildung bereitstellen und ihnen die Teilhabe an allen Aspekten des politischen, wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und kulturellen Lebens der Gesellschaft sowie am wirtschaftlichen Fortschritt erleichtern. Ohne an der Entwicklung ihres Landes durch Diskriminierung eine geschlechtsspezifische Perspektive anzuwenden.

    Zugleich erschien eine Resolution zu den Menschenrechten in Myanmar. In jenen Jahren kam es durch die Militärregierung geduldet ebenso immer wieder zu den Übergriffen auf die Zivilbevölkerung.
    Freie Meinung und Menschenrechtsfragen wurden missachtet. Es wurde bereits 2005 und zuvor gefordert die Inhaftierten und zu unrecht Verurteilten in Myanmar freizulassen. Mit ihnen sollte ebenfalls Frau Auun Suu Kyi ihre Freiheit erhalten und sollten die Beschränkungen aufgehoben werden.
    Überhaupt ist diese Resolution lesenswert. Sie betrifft viele aktuelle Themen. Die Rechte der Kinder ebenso, wie die Religion der Minderheiten, ein Adoptionsrecht und die Rechte der Behinderten, die moderne Diskriminierung mit Folter und Vertreibung.

    Myanmar 2005
    Menschenrechtssituation in Myanmar

    Die UN Resolution 60 von 2005


    UN Resolution
    Myanmar und die Rohingya

    UN Resolution
    Kurdistan und die Historie