Frieden und .., Frieden und ..,



Zum Frieden 2017 im Juli


Hausfrieden

Die Liebe ist machtvoll und überwindet alle Hindernisse. Die Form der Liebe aber hat sich nicht selten erst zu überwinden. In einem unbedeutenden Grenzstädtchen Schengen kam vor 30 Jahren ein Abkommen zustande, welches die Menschen in Europa grenzenlos zueinander brachte, zunächst jedenfalls die langen Autoschlangen durchgewunken und mit viel Reisefreudigkeit verbunden, ist in diesen Tagen die Ukraine hinzugekommen. Braucht es dort kein Visa in den Westen mehr.
Zuvor schon gelangten die Lutherischen Kirchen in Deutschland zur Überlegung mit der Ehe die grenzenlose Liebe zweier Menschen zu befürworten, insofern einer der Ehepartner in dieser Kirche ist. Regten sich alsbald Widerspruch wie Befürwortung die in diesen Tagen bis zum Bundestag gelangten.
Im Widerspruch sind momentan auch die kleinen persönlichen Wahrheiten in die Zeilen und Kästchen der Steuererklärung einzutragen gewesen, die uns zum Stichtag ledig oder geschieden, getrennt lebend oder als Familienmenschen ausweisen. Und sie uns mit und ohne unseren Sprösslingen der leiblichen Kinder an unser Kreuz erinnern. Und wir sie mit diesem Formular, an dem niemand vorbei kommt in Deutschland, wenn nicht sogar mit den bereits erfaßten Daten, in die Struktur des Staates und in ihre transparente Sammlung der Lebensgeschichte einzuordnen haben.

In den hinterhältigen Fragen der Partnerschaft zum Beispiel, wenn nach dem gemeinsamen Lebensverhältnis gefragt ist, und es dort mittlerweile in der christlichen Neuschöpfung ein 'Ehemodell' und einen 'Heimatverband' gibt. Und so, wie sie da zunächst amtlich auf dem Bogen Papier stehen, vor Jahrzehnten noch in den kirchlichen Sünden der Unschuld von Ehebruch, Scheidung und angepasstem Lebenswandel nicht eingetragen stehen sollten. Und hier ganz schamlos ein realer und wirklicher Wandel in der Gesellschaft vollzogen wurde.
Aber sind den politischen Sandkastenspielen der Kinder immer die gemeinsame Badewanne und trockenen Tücher der Eltern geblieben. Und wird diese erteilte Auskunft zur väterlichen oder/und mütterlichen Liebe nicht nur der größeren Sorgen und Rechte wegen zu gleichen Teilen bei allen Eltern offenbar, die mit den gemeinsamen Kindern nicht so schnell vergehen wird.
Womit regelmäßig zu berücksichtigen ist, ob sie nun im Elternhaus oder in der Partnergemeinschaft leben, wechselseitig bei jeweils den einstigen Lebensleuten im zugestandenen Sorgerecht oder sogar schon im Krisenfall bei Oma und Opa, die den Enkeln und Kindern vom Amtsgericht zu den Pflegeeltern verpflichtet wurden.

Kinder haben ein Recht in ihrer Persönlichkeit anerkannt zu werden. Mit einem recht ordentlichen Schriftstück werden jährlich Antrag für Antrag zum Bescheid immer wieder die alten Geschichten und überwachsenen Wunden aufgetan und sind zudem im Verlauf solcher Erklärungen die Erwachsenen mindestens zu den diversen Nachfragen mit den Verflossenen und ihren neuen Patchworkern die verlangten Erklärungen fällig.
Aber Kinder sind auch sehr anpassungsfähig, wie sich zeigt kommen sie in geordneten Verhältnissen gut zurecht wenn sie mit Klamotten und Zahnbürste von einem Vater zur anderen Wohngemeinschaft monatlich umherziehen. Oder im Sozialwesen mit den Gleichaltrigen ein Sommerlager verbringen, und sie keine Ausreisser und Trebegänger werden, die dann von Streetworkern betreut werden müssen.

Während sich die Eltern zuvor bereits und vor den abzusehenden Katastrophen in der Betrachtung eines Ehegattensplitting die Eheverhältnisse in den Koalitionen des Staates mit der Zugewinngemeinschaft eine Beziehungskiste mit den Egozentrikern teilten, und sie darum mittlerweile möglicherweise ohne ein eigenes Einkommen und auf Stellungssuche, arbeitslos und fast mittellos geworden und nach ihrer Trennung vom einst so geliebten Lebenspartner für sich allein sind, werden die Wenigsten von ihnen schon Jahre zuvor in aller hohen Glückseligkeit an die bedenklichen Tiefen ihrer langen Lebenslaufbahn gedacht, und sie sich ihr Häuschen nach praktischer Unter- oder Aufteilung für den Katastrophenfall sorglich vorhersehend zu teilen geplant haben.
In der immer wieder betonten Vorsorge, mit der man sich im Krisenfall dann ebenso in den Unterhaltszahlungen aus dem Wege geht, wie aber auch dann noch die Kinder vor allem mit den Eltern zusammen sein können. Und hier die Trennungsrate tatsächlich in den ersten sieben magischen Jahren leider am häufigsten ist.

Scheiden tut weh, sagt der Volksmund in seiner Erfahrung, lebten Kuschelbär und Goldlöckchen zuvor noch von Liebe, Luft und Sonne, teilen sie sich jetzt die Wartezeiten in den Vorzimmern der Sozialämter mit den Gleichgesinnten, in der Hoffnung auf ein wenig amtliches Mitgefühl in ihrem derzeitigen Schicksal.
Welches sich in der eigenen vorgebrachten Selbstsicherheit und ungewissen Vorahnung der verlorenen Zeit in dieser Partnerschaft dennoch wieder zum Besseren wenden wird. Während die vereinzelten Reste einer ehemaligen Familie als Single oder alleinerziehendes Teilstück nun amtlich eingesammelt werden, leben etliche Väter und Mütter bereits schon wieder in einer neuen Partnerschaft mit den eigenen Kindern. Und siehe da, die sachliche Vernunft des Alltäglichen bekommt zur Liebe mit der neuen Flamme und dem Lover von Vater und Mutter ihre Chancengleichheit und sei es um ein Kinderlachen und des gemeinsamen Glückes wegen.

Wie leider eine weitere und amtliche Statistik aufweisen kann, ist der zwischenmenschliche Kontakt zu den leiblichen Liebeserzeugnissen mittlerweile der amtlichen, anwaltlichen und eigenen coolen Berechnungsgrundlage gewichen. Die geliebten Hosenscheisser und rosablauen Äuglein leben in den Jahrgängen an anderen Orten und die herzliche Nähe der Wiegekinder von einst ist mit den Jahren fast gänzlich verloren gegangen. Sind die Kinder dann irgendwann der Länge nach herangewachsen und schon im Outfit ziemlich erwachsen geworden in ihren Forderungen an ihr Leben, wenn sie irgendwann vor der Wohnungstür stehen und um die rechtliche Studienbeihilfe bei Vater oder Mutter nachfragen.
Zum 1. Juli diesen Jahres wurde darum die staatliche Leistung für die Kinder ausgeweitet. Nun verleiht der Staat bis zum 18. Lebensjahr der Kinder den Eltern den Unterhalt. Vor allem für Alleinerziehende. Bislang endete die Unterstützung mit dem 12. Jahr in der Entwicklung der Jugend jeglicher Herkuft und religiösen Zugehörigkeit. Wie schon berichtet, sind die Ehescheidungen in Deutschland derzeit faktisch im Hausfrieden bei allen ethnischen Zugehörigkeiten nahezu gleich. Nur in Italien und in der Türkei ist man noch nicht ganz soweit.

In Niedersachsen, Hamburg und NRW sind zwar die christlich - moslimischen Dialoge vorläufig auch mit solchem sozialen Blick auf die aktuelle Entwicklung in der Türkei ausgesetzt, solange sich die untereinander differenten Koranschulen von Ditip, Gülen und der moslimische Verband nicht über eine gemeinsame Zukunft ihrer Imame in Deutschland einig geworden sind. Es kann der Religionsunterricht an den Schulen in seinen interkonfessionellen Richtungen, Lehrmeinungen und weltlichen Ansichten weiterhin wie bisher den möglichen Frieden im Land predigen.
Dazu anzumerken sind die sogenannten Moslime und Moslima gleichwie die etlichen Christengruppen und sonstigen Kirchen multifunktionell zur Religion bislang schon wie alle anderen Schüler entweder gemeinsam, einige in den Räumen und in solchen Stunden getrennt und andere parallel in der ethischen Variante der Lebensanschauung im Lehrplan der Schulen integriert. Vorläufig ist eine umfassende Vertragsgestaltung zur Bildung und Erziehung zwar ausgesetzt, aber geht es weiter in den Lehrplänen der Bundesländer.
Generell besteht in Deutschland keine Pflicht am Religionsunterricht teilzunehmen, täte uns aber ein wenig mehr theologische Historie und menschliches Beispiel ganz gut über unsere guten und bösen Seiten nachzudenken. Formen sie doch den Charakter des Menschen.

Wenngleich sich größere Umverteilungen im traditionellen Rollenspiel der Eltern mit den vom Berufsleben freigestellten Erziehungszeiten abzuzeichnen beginnen und zunehmend die eheliche Beziehung der einst verheirateten Eltern zum Kind sich in einer wirklich weiteren großen Liebe, in einer dieser bewährten Partnerschaften von Patchwork und sonstigen praktischen Aufgabenteilung fortsetzen können, ist die Ehe in ihrer versprochenen Treue bis in den Tod des Bündnisses der Lebenspartner dennoch bislang der unschlagbare Favorit geblieben.
Wird ganz in tülligem Weiß mit einem Rosenstrauß in den jungen Jahren, und sichtlich im schwangeren Zustand der künftigen Erwartungen an ihr gemeinsames Leben vor die Standesämter getreten. In der immer möglichen Anpassung der Gleichberechtigung von Mann und Frau ergänzend zum Manne und Weibe, Arm in Arm und mit dem Nesthäkchen oder Engelchen als Blumenkind. Und für alle sonstigen Fälle einem für alle Beteiligten fairen Ehevertrag der Anwaltskanzlei.

A.H.S.


Kinder, Kinder, was für Zeiten.

  • Elternzeit



  • Hier noch ein wenig Geschichte zum Frieden

    Die 'Europäische Verteidigungsgemeinschaft' (EVG), französisch Communauté Européen de Défense (CED), von Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Italien und der Bundesrepublik Deutschland ist eine erste geplante Organisation zur gemeinsamen Verteidigung durch Vereinigung der nationalen Streitkräfte gewesen.
    Trotz der Zustimmung zur EVG seitens der damaligen Besatzungsmächte in Deutschland – auf Einwirken Winston Churchills und Konrad Adenauers hin – gab es in der Bundesrepublik heftigen Widerstand gegen dieses Vorhaben.
    Die Europäische Verteidigungsgemeinschaft
    scheiterte 1954 schließlich durch das Veto Frankreichs, das den Verlust seiner Souveränität fürchtete.

    Und heute 2017 sollten wir uns fragen,
    warum wir nicht zum Atomwaffensperrvertrag einem ersten Atomwaffenverbotsvertrag der UN beitreten wollen? 132 der 193 Mitgliedstaaten nehmen an der Konferenz in diesem Jahr teil.