Frieden und .., Frieden und ..,

Zum Frieden 2017 im Mai

Kinder und Helden,

Schwache Sieger und starke Verlierer.


In der Kitagruppe (Kindertagesgruppe) gibt es Helden, die Sieger und die Verlierer. Wie sich in den Neuzugängen beobachten läßt, können Helden ganz tapfer ihren Freund verteidigen und suchen die Vorsichtigen im Abstand einen Rückzugsort in den kleinen Schlachten im Sandkasten und auf dem Vordeck eines hölzernen Piratenschiffes am Spielplatz. Nach pädagogischen Lebensregeln, die sich seit Langem bewähren, sind die Gewinner zeitweilig ebenso die Unterlegenen der angreifenden Entergruppen, die sich mit einem 'Morgen sind wir dran und gewinnen wir!' trösten müssen. Und sind Verlierer diejenigen, mit denen keiner mehr spielen will, weil nur sie ständig und zumeist in der Übermacht gewinnen.
Wie im richtigen Leben, aber nur fast in Realitätsnähe. Ohne die Aufsicht am Spielplatz gingen alle Kämpfe und kleinen Konflikte der zivilen Nachbarschaften aus wie vermutlich noch zur Vorzeit. In der Selbstorganisation fechten der Kräftigere und der Klügere ihren Streit miteinander aus und die Zuschauer jubeln ihren Favoriten zu. Dennoch wissen alle, es sind bereits mehrere Methoden bekannt, um sich selbst eine bessere Zukunft als die der erhöhten Personenverehrungen zu wünschen. Sind doch seine Siege der Überlegenheit nur von kurzer Dauer, und können mit der richtigen Motivation eigentlich alle Beteiligten Gewinner sein. Gibt es keine größeren Blessuren des Eskalation, die dann im richtigen Leben ihre Konsequenzen haben.

Die Pädagogen der heutigen Zeit haben hinzugelernt, was noch vor wenigen Jahren unmöglich schien. Die Kinder der Ostdeutschen Norm des autoritären Staates sind aus der verspotteten Verliererszene ebensolche Gewinner geworden, wie schon Jahre zuvor ihre Verwandten und heranwachsenden Spielgefährten in Staat und Gesellschaft im Westen der Republik. Dennoch ganz anders, als zuvor noch der heranwachsenden Kindheit gedacht gewesen ist, wie sich uns alsbald nach der Wiedervereinigung darstellte. Könige und Fürsten erzogen ihre Kinder zumeist militärisch und wurde eine menschliche Anwandlung zur Bildung und zum biblischen Testament nicht verlangt.
Der junge Friedrich der Zweite, paradierte in der Uniform stundenlang vor seinem Vater auf und ab und mußte er dem Bierkonsum der Männergesellschaft mit Todesverachtung folgen. Bis er bald darauf und schon älter geworden, grenzüberschreitend reißaus nahm und wieder eingefangen seinen verurteilten Freund Katte erzwungen während der Hinrichtung hat sterben sehen. Der Vater, strenger König und zugleich oberster Herr der Kirche, hatte den Sohn, dessen Freund und ein adeliges Fräulein als Landesverräter verurteilt. Die Richter beteuerten ihren Widerspruch um seinen Sohn erst in letzter Minute vor dem Richtblock der angeordneten Enthauptung begnadigen zu können.

Den Ruf der Freiheit versuchten Jugendliche der DDR auf riskanten Wegen. Wieder eingefangen kamen sie in staatliche Aufsicht, Horterziehung und Arbeitsdienste. Den Fluchteltern wurden ihre Kinder entfremdet und zu völlig fremden aber parteikonformen Stief-und Pflegeeltern übergeben. Für die schon Heranwachsenden war die gewaltsame Unterbringung in gesonderten Heimen und Umerziehungsanstalten vorgesehen, die es auch zuvor noch im Westen gegeben hatte. Den Hort der freien Nisthilfe haben die Bundesländer gewandelt, wie es in den Vorzeiten der Kindeserziehung bereits vielfach Experimente in den naturnahen Kindergärten mit dem Nachwuchs gegeben hat. Aber auch die Klassiker der Erziehung, damals vor Jahrhunderten und in der Philosophie zum Nutzen der Gemeinschaft, haben einst mit benannten Schulen schon mit ersten Fehlversuchen begonnen.

Die in der Soziologie vorbildlichen Ehepaare Fröbel und Pestalozzi scheiterten zunächst mit dem Langzeitversuch, um Waisenkinder der Städte in alteingesessenen ländlichen Großfamilien in die täglichen Arbeitsbedingungen einzugliedern. Und nicht nur an der fehlenden finanziellen Unterstützung ihrer landwirtschaftlichen und produktiven Erzeugnisse, sondern an der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung, die ihre Kinder (in der Vielzahl) und Kinder aus dem anderen Milieu der Städte nicht sonderlich für Wert erachtete. Heute haben wir die sogenannten Kinderdörfer, vom Ehepaar Albert-Schweizer gegründet, überall in der Welt.

Der Universalgelehrte Rousseau hatte einen Sohn 'Emilie'. Nach ihm ist sein Schriftwerk zur Erziehungshilfe benannt. Emilie wurde in seiner Zeit viel beachtet und wird heute noch gelehrt darin, wenn gesagt wird, 'Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener!' Der Emilie konnte vom Vater aber nicht erzogen werden in seiner stetigen trotzigen Weigerung an den Methoden mit der entsprechenden Folgsamkeit teilzunehmen. Und wurde zu diesen Anweisungen eine Gouvernante in ihren Aufgaben beauftragt. Obwohl so bedeutend geworden, hatte der Vater einfach keine Zeit sich um den Sohn zu kümmern.

Schrecklich erging es dem bekannten Apfelbäumchen im Gärtchen der Tugend, in dem heute manch ein ansehnlicher Baum wächst. Der Leipziger Arzt Moritz Schreber versuchte sich in den moralischen Ansichten an seines eigenen Sohnes Leib und Seele.
Er entwickelte absurde Gerätschaften zur Leibeserziehung, die sämtlich der Kontrolle der Körperhaltung und der natürlichen kindlichen Lüste zur Lebenshaltung nutzen sollten. Sein Sohn, nach langen Jahren als lebensnahes Objekt entkräftet, wurde danach zur Folge in die Psychiatrie eingewiesen. Dieser Arzt war übrigens ein Verfechter der Kastrationen zur Vermeidung von ungeliebten Behinderungen und der Chirurgien am Leibe, die damals gerade in Mode gekommen waren. Seiner Lehre zufolge wurden unzählige Mädchen im Deutschen Kaiserreich vorsorglich an den Gliedmaßen zur Nacht gefesselt und medizinisch an ihren Lustorganen beschnitten.

Wenige Jahre später übernahmen andere Organe die Macht im Reich der Kinderzimmer. Wer es sich im Bürgertum leisten konnte, erzog seine Kinder mithilfe der teuren Steckenpferde und Zinnsoldaten. Bald aber marschierten die Soldaten nicht nur diszipliniert den Vätern vorgeführt im Spielzimmer auf und ab, sondern auch vor den Werkbänken.
'Eisen erzieht!' hieß der Schlachtruf nun bei Borsig, Bosch, im Stahlwerk Thyssen und Eisenhüttenstadt. Ganze Kompanien an Werkzeugmachern lernten ihre Feilen im Takt zu schwingen und in der verlangten Form zur Akkuratesse Strich für Strich im Gehorsam wie ein Bajonett zu benutzen. Was dann stillgestanden und die Hände an der Hosennaht angelegt, den Ausbildern zur Reichsehre nützlich wurde.

Ein paar Jahrzehnte lang marschierten die Jugendlichen mit Fähnchen und Wimpel geordnet durch die Straßen, starben sie als letzte Einheit einen sinnlosen Krieg und prügelten sie sich um die wenigen noch übrig gebliebenen Brotkrumen. Wenige Jahre später badeten sie schon wieder in der Landverschickung an der Ostsee und sprangen sie nach dem fülligen Haferbrei mit der wiederentdeckten Körperertüchtigung nackig wie Gott sie schuf in den Dünen herum. Trotzig wie schon ihre Vorfahren revoltierten sie bald daraufhin in rockenden Musikbands.

Mit versteckten Zigaretten in den Hauseingängen nach Ansicht der Moral auffällig geworden saßen geschminkte Mädchen mit dem Petticoat auf dem Sozius des Moped hinten auf. Jungen ebenso wie Mädchen wurden daraufhin von der Gendarmerie von Zuhause abgeholt, und verschwanden sie in den Heimen für 'Schwererziehbare'. Die jugendlichen Eltern, im jungen Staatswesen der alten Mächte, wurden sich zunächst selbst in der Existenz überlassen. Doch befand sich die junge Generation des Geschlechterkampfes bereits im Widerspruch zum überholten Rollenverständnis in der Definition von Mann und Frau. Besonders die Frauen begannen im Selbstbewußtsein sich und ihre Aufgaben zu überdenken.

Die Erziehung der Kinder befand sich noch im überlieferten Generationsverhalten der großen Familien, in denen die Generationen Alt und Jung im täglichen Dasein beieinander waren. Aber die moralischen ebenso wie die staatlichen Rechte der Ehefrauen wurden besonders streng von den Institutionen der Staats- und Landeskirchen überwacht, kontrolliert und öffentlich immer erneut angemahnt. Auch diese Zeit kindlichen Werdens zu den heute gereiften Menschen unserer Großmütter und Großväter von damals verging.
Und dies mit viel ausgelassenem Getöse in den sogenannten Kinderläden in einem ganz modernen Experiment der aus den Vereinigten Staaten herübergebrachten antiautoritären Erziehung. Die in einem kleinen abgelegenen Ort Sommerhill mit der blumigen Hippibewegung entstanden war.
Ein Versuchsfeld, in dem sich Kinder völlig zwanglos und ausgelassen benehmen durften und die sogenannten Erzieher nur noch die verspotteten Spielgefährten waren. Die vorbildliche Person, an der sich ein Kind naturgemäß zu orientieren hat, hatte sich darin dem Willen des Kindes zu unterwerfen. Völlig entnervt beendeten die sorglosen häuslichen Eltern, einsichtige Aufsichten und letztlich die Gesundheitsämter diese Experimente nach wenigen Jahren.

Mit den Forderungen nach kleineren Schulklassen, zeitweise waren dreißig bis vierzig Kinder üblich, entstand ein neues Experimentierstadium. Zunächst waren viele Eltern davon überzeugt sie hätten nicht nur ein recht cleveres Kind in seinen Fähigkeiten, sondern unbedingt eines mit einem hohen Intelligenzquotienten und es sei im mindestens und irgendwie in irgendetwas Besonderem befähigt und 'hochbegabt'.
Einen Test nach dem anderen erfanden oder entwickelten die Wissenschaftler und hatte solche Kinder regelrechte Stresstests mit ihren übereifrigen Eltern zu absolvieren. Einen Test nach dem anderen entwickelten die Wissenschaftler und hatte solche Kinder regelrechte Stresstests mit ihren übereifrigen Eltern zu absolvieren, während zumeist mehr Spielfreuden mit Gleichaltrigen die Talente offensichtlich werden lassen.
Ein Kind ist für eine gewisse Zeit ein leeres Behältnis und lernt am besten spielerisch. Uns ist heute die geförderte Kreativität selbstverständlich geworden in eigenen Experimenten und Entdeckungen ihrer Lebenswelt. Es entstanden mit den Ansichten von Haben und Werden im Wohlstand, zugleich in der Ablehnung zur Menge der staatlichen Schüler vermehrt die heutigen Privatschulen.

Bald darauf überschwemmten ersten Drogen die Schultoiletten, ganz gleich in welcher Schule. Vermehrt erfolgten plötzliche Kontrollen und Warnungen durch Behörden und Lehrer. Die Kinder der Jugend in Deutschland wurden wie überall auch sonst in der Welt als die neuen Opfer des Bösen entdeckt und verführt. Mit Haschisch und LSD begann einst in ersten Jahrzehnten der gesellschaftliche Abstieg in die Kriminalität, gefolgt von der Verelendung am Bahnhof Zoo, den Drogentoten in Berlin und dem Elend in den letzten Tagen ihres Lebens in Abbruchhäusern um die Beschaffung und Gefälligkeit von Heroin und Drogen. Sie erlangten ihre Höhen überall in Europa, ihren Niedergang und immer wieder ihre Opferzahlen mit neuen Giften. Herangeführt zu Designerdrogen folgten die leistungsfördernden Substanzen wie 'Ektasie' und 'Christal Meth' im Lebenskampf der Süchtigen. Klinisch saubere Spritzenräume wurden in Frankfurt eingerichtet und wird die Substitution von Drogen heute therapeutisch bevorzugt.

Die Gruppenbildung, kriminelle Gangs und jugendliche Clicken der Jungen und Mädchen begannen in den Bezirken ihrer sozialen Zugehörigkeit schon früh ihren Wettbewerb, und gelegentlich nötigen und bestehlen sie ihre Klassenkameraden. Aufgewachsen in der sozialen Gegend und im Revier der Jugendlichen, haben heutige Streetworker jede Mühe gelegentliche Streuner wieder einzufangen, die aus den elternlichen Verhältnissen fliehen konnten.
Sie sind in die Fürsorge der Jugendämter zu bringen und sind heute offene Wohnheime mit Lehr-und Lebensmöglichkeit für diese Jugendlichen üblich geworden. In der studierten Gesellschaft wiederum bildeten sich mit der Jugendfeuerwehr 'Hilfe, die Schule brennt' und im 'Fliegenden Klassenzimmer' dem Erich Kästner nachgelesen die Brennpunktschulen an solchen Orten aus, an denen die Erzieher nun zum Pädagogen gewandelt gelegentlich mit viel Geduld und Motivation aber auch mit gestaffelten Sanktionen handeln müssen.

Jede zeitliche Entwicklung animiert die Jugend. Nach dem viel diskutierten Spielfilm 'Spiel mir das Lied vom Tod', kamen das Musikal 'Maria', und das 'Kreuz und die Messerhelden' in die Vorführungen der Missionen. In den Auseinandersetzungen der männlichen Jugend mit den zugewanderten Jugendlichen der anderen Ethnien waren übliche Gesellschaftskonflikte bis zum Kriegsgeschehen in Film und Fernsehen ebenso zur nachgespielten Gewalt, in den Vergewaltigungen und brutalen Handlungen zu sehen.
Spielfilme können aber wie Sportarten eine emotionale Kompensation der sonst üblichen, verlangten und friedlichen Ordnung sein. Dennoch wurde aus einem eher distanzierten 'Echt Cool' mehr oder weniger ein 'Hartes Leben' in den Phasen der jugendlichen Eroberungen. Vereinzelt gingen dann die üblichen Unterwerfungsrituale der schwächeren Kinder mit den Stärkeren auf dem Schulhof bis zu schweren Verletzungen über und gab es vereinzelte und versuchte Tötungen.
Es wandten sich die schon älteren Mitschüler ebenso gegen den Lehrkörper, die eigenen Eltern und gerufenen Ordnungskräfte wie im bereits gespielten Rollenspiel und in den vorgezeigten Fantasien. Die hinzubeorderte Polizei, die Jugendgerichte und ihre vorgestuften Maßnahmen zur Besinnung griffen nun strenger durch und tatsächlich sanken die Zahlen der Vorfälle und verhinderten sie gelegentlich in den sozialen Maßnahmen die Entwicklung zu Jugendstrafen, die sonst lebenslang in den Akten die weitere Lebenskarriere einleiten.

Die Pille, einst in Berlin zur Verhütung der ungewollten Schwangerschaft entwickelt, wurde nach ihrer Entwicklung zum Schreckgespenst in der moralischen Kriegsführung der Kirche. Im Streit der Dreifaltigkeit von Gesellschaft, Kirche und Staat ist sie zwar immer noch zuvor sowie danach verschreibungspflichtig, aber ebenso selbstverständlich in der Selbstbestimmung über sich und seinen Körper in der Gleichberechtigung der selbst überlassen. Die Kinder der heutigen Ordnung in den Schulen mit der Entwicklung zur Lebenslust sind oft nicht geplant, aber zugleich im sozialen System der gesellschaftlichen Pflichten, und darum vielfach schon im Mutterleib mit den Visionen ihrer Fähigkeiten in der Gesellschaftsordnung eingeplant.
Erste sexuelle Erfahrungen gibt in der Reife und Regel schon um die 12-14 Lebensjahre. Wobei juristisch bedingt und beurteilt ab dem 14. Jahr darin die persönliche Freiheit des aufgeklärten Heranwachsenden besteht.
Wie regelmäßig festgestellt wird, bekommen gelegentlich Kinder selbst schon Kinder und sind akademische Eltern bisweilen schon nahe an der Monoendzeit, wenn sie dann noch ein erstes Kind wollen. Ein Großteil der ersten Kinder (~40%) kommt zwar immer noch, wie schon seit ewigen Zeiten vor der Standesehe zur Welt und folgen ihm dann die familiären Geschwister in die Familie. Schwangere, frischgebackene Mütter und ihre Kinder werden künftig besser geschützt und erstmals werden auch Schülerinnen und Studentinnen einbezogen, dies wurde kürzlich erst im Bundestag 2017 zur Reform des Mutterschutzgesetzes beschlossen.

Bedenkenlos werden Kinder dem Alter entsprechend dennoch zumeist von Amts wegen nicht den Eltern überlassen, und sind minderjährige Kinder, die selbst Kinder bekommen, in einer betreuten Sonderschule zur Ausbildung der Elternfürsorge untergebracht. Es sollten sich alle Kinder von Gott geliebt wissen, sie sind selbst in der Menschwerdung seine Menschenkinder und seine Zukunft der Lebenswelt ebenso in einer gelenkten, geordneten sowie ihrer persönlichen Entwicklungszeit.
Aktuell zurzeit verändern sich die Grundschulen in ihrem Bestreben zu Ganztagsschulen nach dem Schulunterricht in Aufsicht und Schulspeisung und der Nachbetreuung. Pädagogen und spezialisierten Kinderpsychologen haben in dieser Zeitentwicklung vermehrt an den staatlichen Schulen die Aufgaben der fachlichen Betreuer und der freundlich beratenden Erwachsenen zum Lebensalltag übernommen. Die sogenannte Inklusion macht es leichten Behinderungen und Lernschwächen möglich barrierefrei nach eigenen Fähigkeiten in den Schulen am üblichen Unterricht der 'normalen' Kinder teilzunehmen. Außerhalb der staatlichen Gesamtschulen sind praxisnah berufliche Orientierungen möglich, wenn die Laufbahn zum Lebenserwerb dem Heranwachsenden noch nicht so deutlich wurde.

Ausgeteilte Schläge mit dem Lineal und schnelle Kopfnüsse des Lehrers Lempel den auf Kippelstühlen rückgelehnten Schülern, wie sie noch bei Wilhelm Busch im Max und Moritz üblich waren, sind dem Lehrkörper in jeder Form auch in den Schülerprovokationen streng untersagt. Eselsohren und bestrafte Sünderinnen sind nicht mehr zu denunzieren und verächtlich der versammelten Klasse vorzuführen.
Lehrer stellen aber auch Verwarnungen aus an die Eltern, wenn diese zur Aufruhr anstiften und ihren erzieherischen Aufgaben nicht nachkommen. Der Zeitenwandel brachte mehr noch Aufmerksamkeit und Wissen um die sexuelle Entwicklung mit sich. Die sexuelle Orientierung der Kinder beginnt allenfalls in den Tagen des Schulwesens spätestenz mit der Adoleszenz (Pubertät). Die gelehrte schulische Biologie hat in den Bundesländern die Aufgaben übernommen in der ebenso naturkundlichen wie partnerschaftlich verantwortlichen Aufklärung im ersten Verliebtsein bis zum weiteren Experimentieren der Jugendlichen.
Im Staatswesen der Bundesregierung hat sie am 22.03.2017 den vom BMJV vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach 08.05.1945 wegen einvernehmlich homosexueller Handlungen verurteilten Personen beschlossen.

Während die Eltern sich den Unterhalt zum Leben verdienen müssen, gibt es als Lückenbüßer in der gesellschaftlichen Beteiligung mittlerweile auch leihweise eine Oma und den Opa, die Fragen der Enkelkinder zu beantworten wissen. Ehrenamtliche auf Gegenseitigkeit in der spielerischen und lernfreudigen Lebensnähe.
Hieß es doch einst zur Mittagszeit gelegentlich noch: 'Nein, Nein, Ich esse meine Suppe nicht!' schrieb schon Heinrich Hoffmann in seinem Zappelphilipp ein Gedicht für seine kranke Tochter mit dem Struwwelpeter. Ein Zappelphilipp holt sich zwar auch heute noch einige blaue Flecke, wenn er vom Stuhl fällt, ein unruhiger Geist aber muß erst lernen sich selbst zu beruhigen, und kann dafür manches körperliche Übungsfeld in Sport und Spiel und viel musikalischer Bewegungstanz ebenso nützlich sein. Wie ein Kind aber auch eine Weile für sich sein darf und auch sein muß. Bisweilen auch im Ruheraum und nach einem kleinen Theater im Unterricht.

Im Übrigen besteht in Deutschland neun lange Jahre Schulpflicht, die mit Polizei, Sozial-und Jugendamt auch zwangsweise erfolgt und durchgeführt wird. Die Erfahrungen lehren bereits in der Menge der Literatur einen geschickten Wechsel darin zum Unterricht im gebildeten Staatswesen.
Mit der Erfindung des widerspenstigen Mädchens Pippi Langstrumpf wurden die Geschichten von Astrid Lindgren weltberühmt und weist der Junge Mogli im 'Dschungelbuch' mit Rudyard Kipplings Geschichte auf die Dramen ohne Eltern aufzuwachsen. Aus seiner Sicht erlebte der kleine Däumling die Welt, als er mit Selma Lagerlöff und den Wildenten auf die weite Reise ging.
Gibt es die kleine Hexe von Ottfried Preussler, die sich über alle Warnungen der Älteren hinwegsetzte, und gibt es ein kleines Mädchen Anna, die immer mit dem lieben Gott telefonierte, wenn ihr danach war und ihm alle Fragen stellen konnte, die schon Sokrates zum Alpha und Omega allen Werdens erkannt hatte. Dies ist die klare Absage an die Mediziner, die den unkonzentrierten, nervösen Kindern dieser Ordnungswelt unbedenklich ein antiquiertes 'Still sitzen' verordnen und in der mangelnden Beurteilungsfähigkeit dem überaus aktiven Kind ein Präparat und Beruhigungsmittel verschreiben. Mancher Lehr- und Leistungswille wird hier einfach zur Diktatur. Es ist hierzu die genügende 1. Bewegungs- und 2. Gedankenfreiheit angebracht.


A.H.S.



Lebenslang lernen

  • Struwwelliese und Struwwelpeter
    Moralische Grundwerte von Dr. Hoffmann.


    * 25 Jahre Kinderrechtskonvention *
    Kinder haben bereits die Pflicht zur Schule zu müssen. Doch sie haben auch ein Recht darauf lernen zu dürfen und Antworten zu ihren Fragen zu bekommen.
    Hier die ersten 10 der 54 Unicef - Artikel.

  • Hier noch einige Zitate der Erzieher von einst:

    Martin Luther
    'Und ginge morgen die Welt unter, so würde ich dennoch heute ein Apfelbäumchen pflanzen. Denn bei einer Frau zu liegen, ist ein einzigartiges Erleben.' Luther hatte 4 Kinder und einige Waisen angenommen.
    Maria Montessori
    'Ein jedes Kind ist von Natur aus gut. Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.'
    Jean Piaget
    Kinderspiele sind bewundernswerte soziale Einrichtungen. Das Murmelspel enthält ein System mannigfacher Spielregeln; ein vollständiges Gesetzbuch und eine ganze Rechtsprechung.
    Sigmund Freud
    'Ein Kind soll Triebbeherrschung lernen. Ihm die Freiheit geben, daß es uneingeschränkt allen seinen Impulsen folgt, ist unmöglich. Die Erziehung hat also ihren Weg zu suchen zwischen der Scylla des Gewährenlassens und der Charybdis des Versagens.'
    Clemens von Brentano
    O wie dankbar ist ein Kind! / Pflege ich die zarte Pflanze, / schütz ich sie vor Sturm und Wind, / wird's ein Schmuck im Himmelsglanze. / Wie gelehrig ist ein Kind! / So wie du es lehrest lesen / in dem Buch, in dem wir sind, / so wird einst sein ganzes Wesen. / Werden muß ich wie ein Kind, / wenn ich will zum Vater kommen; / Kinder, Kinder, kommt geschwind, / ich wär' gerne mitgenommen.
    Peter Rosegger
    'Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollten. Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe. Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.'
    Jean-Jacques Rousseau
    'Kindererziehung ist ein Beruf, wo man Zeit zu verlieren verstehen muß, um Zeit zu gewinnen. Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.'
    Johann Heinrich Pestalozzi
    'Der erste Unterricht des Kindes sei nie Sache des Kopfes und der Vernunft! Er sei ewig Sache der Sinne, Sache des Herzens, die Sache der Mütter und Väter! Dennoch, es ist das Los des Menschen, daß die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt zu jedem, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die andern wissen. So wie der Mensch sich selber hochachtet, achtet er seine Natur in jedem anderen Menschen hoch. Selbstachtung ist also das Menschengeschlecht zu vereinigen.'
    Immanuel Gottlieb Kolb
    'Wenn man einen Menschen bloß lobt und sein Gutes hervorhebt, oder ihn bloß tadelt und sein Schlimmes hervorhebt, so thut man ihm beidemal Unrecht. Denn oft sucht man den Fehler bei anderen anstatt bei sich. Und ist 'fehlen' doch ein Zeitwort; das kann man konjugieren. Da 'fehle' ich allemal.'
    Friedrich Fröbel
    'Bei der Erziehung muß man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein. Denn Erziehung ist Beispiel und Liebe, und sonst nichts.'
    Platon
    'Das Gemüt des Kindes muß, fern von Verzärtelung, welche empfindlich, zornig und mürrisch macht, wie von zu großer Strenge, welche Kleinmut und Sklavensinn erzeugt, in einer möglichst heiteren Stimmung gehalten werden.'
    Matthäus 5, 44
    Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel; denn er läßt die Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten, und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
    Andreas
    'Gottes Wort ist den Schmetterling begrüßt überall vernommen, und mit dem Kinderball zu Höhen empfangen.'
    'Auf den gesegneten Wegen des Herrn stolpern und springen sie überall umher. Gehen sie dennoch erst aufrecht, wenn sie in die Arme der Liebe fanden.'
    Sprichwort aus Zimbabwe
    ' Tu einem Kind Ehre an, und es wird dir Ehre antun! '