Frieden und .., Frieden und ..,



Zum Frieden 2017 im Mai


Starke Kinder und Helden,
Schwache Sieger und Verlierer.

In der Kitagruppe (Kindertagesgruppe) gibt es Helden, die Sieger und die Verlierer. Wie sich immer wieder in den Neuzugängen beobachten läßt, können die Helden ganz tapfer ihren Freund verteidigen in den kleinen Schlachten im Sandkasten und um die besten Plätze auf dem Vordeck eines hölzernen Piratenschiffes am Spielplatz. Nach pädogogischen Lebensregeln, die sich seit langem bewährt haben, sind die Gewinner die Unterlegenen der angreifenden Entergruppe, die sich mit einem 'Nächstes Mal aber gewinnen wir!' trösten müssen. Und sind Verlierer diejenigen, mit denen keiner mehr spielen will, weil nur sie ständig zumeist in der Übermacht gewinnen.
Wie im richtigen Leben, aber nur fast wie im richtigen Leben. Ohne die Aufsicht am Spielplatz gingen alle Schlachten der zivilen Nachbarschaften aus wie vermutlich noch zur Vorzeit oder in Kriegszeiten. In der Selbstorganisation fechten der Kräftigere und der Klügere ihre Kämpfe miteinander aus und die Zuschauer jubeln ihren Favouriten zu. Dennoch wissen alle, es sind bereits mehr als eine Methode bekannt, um sich selbst und den Kindern eine bessere und zwischenmenschlichere Zukunft als die der erhöhten Personenkulte zu wünschen. Sind doch seine Siege der Überlegenheit nur von kurzer Dauer, und können eigentlich alle Beteiligten die Gewinner sein mit der richtigen Motivation. Mit der einzigen Voraussetzung es gibt keine größeren Blessuren, die dann im richtigen Leben ihre Konsequenzen haben.

Die Pädagogen der heutigen Zeit haben hinzugelernt, was noch vor wenigen Jahren unmöglich schien. Die Kinder der Ostdeutschen sind aus der verspotteten Verliererszene ebensolche Gewinner geworden, wie schon Jahre zuvor ihre Verwandten und heranwachsenden Spielgefährten in Staat und Gesellschaft im Westen der Republik.
Dennoch ganz anders, als zuvor noch im Regime der herangewachsenen Kindheit gedacht gewesen ist und sich alsbald nach der Wiedervereinigung darstellte.
Könige und Fürsten erzogen ihre Kinder zumeist militärisch und war eine menschliche Anwandlung zum neuen Testament nicht gewollt.
Der junge Friedrich der Zweite, paradierte in der Uniform stundenlang vor seinem Vater auf und ab, und mußte dem Bierkonsum der Männergesellschaft mit Todesverachtung folgen. Bis er bald darauf und schon älter geworden, grenzüberschreitend reißaus nahm und wieder eingefangen seinen verurteilten Freund Katte erzwungen während der Hinrichtung sterben sehen mußte. Der Vater, König und oberster Herr der Kirche, hatte den Sohn, dessen Freund und ein adeliges Fräulein als Landesverräter verurteilt. Die Richter hatten seinen Sohn erst in letzter Minute vor dem Richtblock der angeordneten Enthauptung begnadigen können.

Dem Ruf in die Freiheit folgten etliche Jugendliche der DDR auf riskanten Wegen. Wieder eingefangen haben wir ihnen die dort beliebte staatliche Horterziehung zu verdanken, und den Eltern die vom Staat weggenommenen Kinder, die völlig fremden aber parteikonformen Stief- und Pflegeeltern überlassen wurden. Für die schon Heranwachsenden war die gewaltsame Unterbringung in gesonderten Heimen und Umerziehungsanstalten vorgesehen, die es auch lange noch im Westen gab.
Der Hort der freien Nisthilfe blieb übrig und ist heute in die Ganztagsbeschulung der Bundesländer gewandelt, wie es in den Vorzeiten der Kindeserziehung bereits vielfach Experimente in den naturnahen Kindergärten mit dem Nachwuchs gegeben hatte. Aber auch die Klassiker der Erziehung, damals vor Jahrhunderten noch zum Nutzen in der Gemeinschaft, haben einst in den benannten Schulen ihren Namen schon mit ersten Fehlversuchen begonnen.

Die in der Soziologie vorbildlichen Ehepaare Fröbel und Pestalozzi scheiterten zunächst mit dem Langzeitversuch die Waisenkinder der Städte in ihren ländlichen Großfamilien in die täglichen Arbeitsbedingungen einzugliedern. Nicht nur an der fehlenden finanziellen Unterstützung ihrer landwirtschaftlichen und produktiven Erzeugnisse, sondern an der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung, die ihre Kinder (in der Vielzahl) und Kinder aus dem Milieu nicht sonderlich für Wert erachtete. Heute haben wir die sogenannten Kinderdörfer, von Albert-Schweizer gegründet überall in der Welt.
Der Universalgelehrte Rousseau hatte einen Sohn, nachdem sein Schriftwerk 'Emilie' zur Erziehungshilfe benannt ist. Emilie wurde und wird heute noch gelehrt darin, wenn gesagt wird, 'Ein Kind ist kein kleiner Erwachsener!'
Der Emilie vom Vater aber nicht erzogen werden konnte in seiner stetigen Weigerung an den Methoden mit der entsprechenden Folgsamkeit teilzunehmen. Und diese Anweisungen von einer Gouvernante in ihrer Aufgabe beauftragt wurden. Obwohl so bedeutend geworden, hatte der Vater einfach keine Zeit sich um den Sohn zu kümmern.

Schrecklich erging es dem bekannten Apfelbäumchen im Gärtchen der Tugend, in dem heute manch ein ansehnlicher Baum wächst. Der Leipziger Arzt Moratz Schreber versuchte sich in den moralischen Ansichten an seinem Sohn mit Leib und Seele.
Er entwickelte absurde Gerätschaften zur Leibeserziehung, die sämtlich der Kontrolle der Körperhaltung und der natürlichen kindlichen Lüste zur Lebenshaltung nutzen sollten. Sein Sohn, nach langen Jahren als lebensnahes Objekt entkräftet, wurde danach zur Folge in die Psychiatrie eingewiesen. Dieser Arzt war übrigens ein Verfechter der Kastration zur Vermeidung von ungeliebten Behinderungen und der Chirurgie am Leibe, die damals gerade in Mode gekommen waren. Und wurden seiner Lehre zufolge unzählige Mädchen im Deutschen Kaiserreich vorsorglich an den Gliedmaßen zur Nacht gefesselt und medizinisch an den Lustorganen beschnitten.
Nicht sehr lange darauf übernahmen andere Organe die Macht im Reich der Kinderzimmer. Wer es sich im Bürgertum leisten konnte, erzog seine Kinder mithilfe der teuren Zinnsoldaten. Bald aber marschierten die Soldaten nicht nur dizipliniert den Väter vorgeführt im Spielzimmer auf, sondern auch an den Werkbänken. 'Eisen erzieht!' hieß der Schlachtruf nun bei Borsig, Bosch, im Stahlwerk Thyssen und Eisenhüttenstadt. Ganze Kompanien an Werkzeugmachern lernten ihre Feilen zu schwingen und in der verlangten Form zur Akkuratesse Strich für Strich im Gehorsam wie ein Bajonett zu benutzen. Was dann stillgestanden und angelegt den Ausbildern im Feld der Reichsehre nützlich wurde.

Ein paar Jahrzehnte lang marschierten die Jugendlichen mit Fähnchen und Wimpel geordnet durch die Strassen, starben sie als letzte Einheit einen sinnlosen Krieg und prügelten sie sich um die wenigen noch übriggebliebenen Brotkrumen. Wenige Jahre später badeten sie schon wieder in der Landverschickung an der Ostsee und sprangen sie nach dem fülligen Haferbrei mit der wiederentdeckten Körperertüchtigung nackig wie Gott sie schuf in den Dünen herum. Revoltierten sie bald daraufhin zu rockenden Musikbands, bis die Halbwüchsigen nach Ansicht der Moral auffällig geworden mit versteckten Zigaretten in den Hauseingängen herumstanden und die Mädchen mit dem Petticoat auf dem Moped hinten aufsaßen. Jungen ebenso wie Mädchen wurden daraufhin von der Gendarmerie von Zuhause abgeholt, und verschwanden sie in den Heimen für 'Schwererziehbare'.
Die jugendlichen Eltern, im jungen Staatswesen mit alten Mächten, waren zunächst sich ziemlich selbst überlassen. Befand sich die junge Generation im überholten Rollenverständnis des klassischen Geschlechterkampfes in der Definition von Mann und Frau. Besonders die Frauen begannen im Selbstbewußtsein sich und ihre Aufgaben zu überdenken.

Die Erziehung der Kinder befand sich noch im überlieferten Generationsverhalten der grossen Familien in denen die Generationen Alt und Jung im Alltag beieinander waren. Besonders die Frauen erstarkten im Selbstbewusstsein. Aber die moralischen ebenso wie die staatlichen Rechte der Ehefrauen wurden besonders streng von den Institutionen der Staats- und Landeskirchen überwacht, kontrolliert und öffentlich angemahnt.
Auch diese Zeit kindlichen Werdens zu den uns heute gereiften Menschen der Großmütter und Väter mit der Bildung von damals verging. Und dies mit viel ausgelassenem Getöse in den sogenannten Kinderläden in einem ganz modernen Experiment der aus den Vereinigten Staaten herübergebrachten antiautoritären Erziehung, die in einem kleinen Ort Sommerhill mit der Hippibewegung entstanden war.
Ein Versuchsfeld, in dem sich Kinder völlig zwanglos und ausgelassen benehmen durften und die sogenannten Erzieher nur noch die verspotteten Spielgefährten waren. Die vorbildliche Person, an der sich ein Kind naturgemäß zu orientieren hat, hatte sich darin dem Willen des Kindes zu unterwerfen. Völlig entnervt beendeten die sorglosen häuslichen Eltern und letztlich die Gesundsheitsämter diese Experimente nach wenigen Jahren.

Mit den Forderungen nach kleineren Schulklassen, zeitweise waren dreißig bis vierzig Kinder üblich, entstand ein neues Experimentierstadium. Zunächst waren viele Eltern davon überzeugt sie hätten nicht nur ein recht cleveres Kind in seinen Fähigkeiten, sondern unbedingt eines mit einem hohen Intelligenzquotienten und es sei mindestens und irgendwie in etwas begabt und 'hochbegabt'.
Einen Test nach dem anderen erfanden oder entwickelten die Wissenschaftler und hatte solche Kinder solche Stresstests mit ihren übereifrigen Eltern zu absolvieren, während diese zumeist nur mehr Spielfreude gehabt hätten und ihre heranwachsenden Erfolgserlebnisse mit den Gleichaltrigen.
Ein Kind ist für eine gewisse Zeit ein leeres Behältnis und lernt am besten spielerisch. Die uns heute selbstverständlich gewordene und geförderte Kreativität in der Endeckerfreude an eigenen Experimenten und Entdeckungen ihrer Umwelt war da noch nicht geboren, und entstanden mit den Ansichten von Haben und Werden im Wohlstand in der Ablehnung zur Menge vermehrt die heutigen Privatschulen.

Bald darauf überschwemmten die ersten Drogentoten die Schultoiletten, ganz gleich in welcher Schule. Vermehrt erfolgten die plötzlichen Kontrollen und Warnungen durch die Lehrer. Die Kinder der Jugend in Deutschland wurden wie überall auch sonst in der Welt als die neuen Opfer des Bösen entdeckt und verführt.
Mit Haschisch und LSD begann der gesellschaftliche Abstieg in die Kriminalität, gefolgt von der Verelendung am Bahnhof Zoo, die in Berlin und in den letzten Tagen des Lebens in den Abbruchhäusern um die Beschaffung und Gefälligkeit von Heroin und Drogen überall in Europa ihren unliebsamen Bekanntheitsgrad erlangte.
Herangeführt in der Mode von Designerdrogen folgten die leistungsfördernden Substanzen wie 'Ektasie' und 'Christal Meth' im Lebenskampf der Süchtigen. Klinisch saubere Spritzenräume und eine Substitution von Drogen wurden in Frankfurt eingerichtet und wird heute bevorzugt.

Die Gruppenbildung, Gangs und jugendliche Clicken der Jungs- und Mädchengangs begannen in den Bezirken ihrer sozialen Zugehörigkeit schon früh ihren Wettbewerb, und gelegentlich nötigten und bestahlen sie schon mal einen ihrer Klassenkamerden (abziehen-berauben).
Aufgewachsen in der sozialen Gegend und im Revier der Jugendlichen, hatten die Streetworker jede Mühe die Streuner wieder einzufangen und in die Fürsorge der Jugendämter zu bringen. Heute sind offene Wohnheime mit Lehr-und Lebensmöglichkeit für diese Mädchen und Jungen üblich. In der studierten Gesellschaft wiederum bildeten sich mit der Jugendfeuerwehr 'Hilfe, die Schule brennt' und im 'Fliegenden Klassenzimmer' dem Erich Kästner nachgelesen die Brennpunktschulen an solchen Orten aus, an denen die Erzieher nun zum Pädagogen gewandelt gelegentlich mit viel Geduld und Motivation aber auch mit gestaffelten Sanktionen handeln müssen.
Die Unterhaltungsindustrie forderte die Jugend heraus. Nach dem vieldiskutierten Spielfilm 'Spiel mir das Lied vom Tod', kam 'Maria' in die Herzen der jungen Frauen. Eine Auseinandersetzung der männlichen Jugend mit den zugewanderten Jugendlichen der anderen Ethnien. Übliche Gesellschaftsspiele bis zum Kriegsgeschehen in Film und Fernsehen animierten ebenso zur nachgespielten Gewalt, in den Vergewaltigungen und brutalen Handlungen.
Spielfilme können aber wie Sportarten eine emotionale Kompensation der sonst üblichen, verlangten und friedlichen Ordnung sein. Dennoch wurde aus einem eher distanzierten 'Echt Cool' mehr oder weniger ein 'Hartes Leben' der Herrschsucht. Vereinzelt gingen dann die üblichen Unterwerfungsrituale von schwächeren Kindern mit den Stärkeren auf dem Schulhof bis zu schweren Verletzungen und versuchten Tötungen.
Es wandten sich die schon älteren Mitschüler ebenso gegen den Lehrkörper, die Eltern und Ordnungskräfte wie im bereits gespielten Rollenspiel und in den vorgezeigten Fantasien. Die gerufene Polizei, die Jugendgerichte und ihre vorgestuften Maßnahmen zur Besinnung griffen nun strenger durch und tatsächlich sank die Zahl der jugendlichen, brutalen Vorfälle und verhinderten sie gelegentlich in den sozialen Maßnahmen die Entwicklung zu Jugendstrafen, die sonst lebenslang in den Akten die weitere Lebenskarriere einleiten.

Die Pille, einst in Berlin zur Verhütung der ungewollten Schwangerschaft entwickelt, wurde zum Schreckgespenst in der moralischen Kriegsführung der Kirche. Im Streit der Dreifaltigkeit von Gesellschaft, Kirche und Staat ist sie zwar immer noch zuvor und nachher verschreibungspflichtig, aber ebenso selbstverständlich der Selbstbestimmung über sich und seinen Körper in der Gleichberechtigung Mann und Frau selbst überlassen.
Die Kinder der heutigen Ordnung in den Schulen mit der Entwicklung zur Lebenslust sind oft nicht geplant, aber zugleich im sozialen System der gesellschaftlichen Pflichten, und darum vielfach schon im Mutterleib mit den Visionen ihrer Fähigkeiten in der Gesellschaftsordnung eingeplant. Erste sexuelle Erfahrungen gibt in der Reife und Regel schon um die 12-14 Lebensjahre. Wobei juristisch bedingt und beurteilt ab dem 14. Jahr darin die persönliche Freiheit des aufgeklärten Heranwachsenden besteht.
Wie regelmäßig festgestellt wird bekommen gelegentlich Kinder selbst schon Kinder, und sind akademische Eltern bisweilen schon nahe an der Menoendzeit, wenn sie dann noch ein erstes Kind wollen. Ein Großteil der ersten Kinder (~40%) kommt zwar immer noch, wie schon seit ewig vor der Ehe zur Welt und folgen ihm dann die familiären Geschwister in die Familie. Schwangere, frischgebackene Mütter und ihre Kinder werden künftig besser geschützt und erstmals werden auch Schülerinnen und Studentinnen einbezogen, dies wurde kürzlich erst im Bundestag 2017 zur Reform des Mutterschutzgesetzes beschlossen.
Bedenkenlos werden Kinder dennoch zumeist von Amts wegen nicht den Eltern überlassen, und sind minderjährige Kinder, die selbst Kinder bekommen, in einer betreuten Sonderschule zur Ausbildung der Elternfürsorge untergebracht. Es sollten sich alle Kinder von Gott geliebt wissen. Sind sie selbst in der Menschwerdung seine Menschenkinder und die Zukunft der Lebenswelt ebenso in einer gelenkten sowie ihrer persönlichen Entwicklungszeit.

Etliche Schulen verändern sich derzeit zu Ganztagsschulen mit Schulunterricht, Schulspeisung und Nachbetreuung. Pädagogen und spezialisierten Kinderpsychologen haben in dieser Zeitentwicklung vermehrt an den staatlichen Schulen die Aufgaben der fachlichen Betreuer und der freundlich beratenden Erwachsenen zum Lebensalltag übernommen. Die sogenannte Inclusion macht es leichten Behinderungen und Lernschwächen barierefrei in den Schulen möglich am üblichen Unterricht der 'normalen' Kinder teilzunehmen.
Ausserhalb der staatlichen Schulen gibt es praxisnahen beruflichen Orientierungsunterricht, wenn die Laufbahn zum Lebenserwerb dem Heranwachsenden noch nicht so deutlich wurde. Die sexuelle Orientierung der Kinder beginnt allerdings ebenfalls in den Tagen des Schulwesens mit der Adoleszenz (Pubertät). Und hat die gelehrte schulische Biologie in den Ländern die ihr bestimmte Aufgabe der ebenso naturkundlichen wie partnerschaftlich verantwortlichen Aufklärung.
Im Staatswesen der Bundesregierung hat sie am 22.03.2017 den vom BMJV vorgelegten Entwurf eines Gesetzes zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach 08.05.1945 wegen einvernehmlich homosexueller Handlungen verurteilten Personen beschlossen.

Während die Eltern sich den Unterhalt zum Leben verdienen müssen, gibt es als Lückenbüsser in der geselschaftlichen Beteiligung mittlerweile auch leihweise eine Oma und den Opa, die die Fragen der Enkelkinder zu beantworten wissen. Ehrenamtlich und auf Gegenseitigkeit in der spielerischen und lernfreudigen Lebensnähe.
Hieß es doch einst zur Mittagszeit gelegentlich noch: 'Nein, Nein, Ich esse meine Suppe nicht!' schrieb schon Heinrich Hoffmann in seinem Zappelphilipp ein Gedicht für seine kranke Tochter mit dem Struwwelpeter. Ein Zappelphillip holt sich zwar auch heute noch einige blaue Flecke, wenn er vom Stuhl fällt, ein unruhiger Geist aber muß erst lernen sich selbst zu beruhigen, und kann dafür maches körperliche Übungsfeld in Sport und viel musikalischer Bewegungstanz ebenso nützlich sein. Wie ein Kinder aber auch eine Weile für sich sein dürfen, im Ruheraum nach einem kleinen Theater im Unterricht.

Ausgeteilte Schläge und Kopfnüsse des Lehrer Lempels, wie noch bei Wilhelm Busch im Max und Moritz sind in jeder Form auch in den Schülerprovokationen streng untersagt in den Schulen der Lehrkörper. Gibt es aber auch Anzeigen an die Eltern wenn diese dazu anstiften und ihren erzieherischen Aufgaben nicht nachkommen. Im Übrigen besteht in Deutschland Schulpflicht, die mit Polizei, Sozialamt und Jugendamt zwangsweise erfolgt und durchgeführt wird. Die Erfahrungen lehren bereits in der Menge der Literatur einen geschickten Wechsel darin zum Unterricht.

Gibt es mit den Erfindungen des widerspenstigen Mädchens Pippi Langstrumpf die Geschichten von Astrid Lindgren und den Jungen Mogli im 'Dschungelbuch' der mit Rudyard Kipplings Geschichte ohne Eltern aufwuchs und mit den Tieren lebte wie der kleine Däumling, der mit Selma Lagerlöff und den Wildenten auf die weite Reise ging.
Gibt es die kleine Hexe von Ottfried Preussler, die sich über alle Warnungen der Älteren hinwegsetzte und gibt es ein kleines Mädchen Anna, die immer mit dem lieben Gott telefonierte, wenn ihr danach war. Und die ihm alle Fragen stellen konnte die schon Sokrates als Alpha und Omega allen Werdens erkannte.
Und ist dies eine klare Absage an die Mediziner, die den unkonzentrierten, nervösen Kindern dieser Ordnungswelt unbedenklich ein antiquiertes 'Stillsitzen' verordnen. und in der mangelnden Beurteilungsfähigkeit dem überaus aktiven Kind ein Präparat und Beruhigungsmittel verschreiben. Mancher Lehr- und Leistungswille wird hier einfach zur Diktatur. Und die genügende Bewegungsfreiheit angebracht.

Hier noch einige Zitate der Erzieher von einst:

Martin Luther
'Und ginge morgen die Welt unter, so würde ich dennoch heute ein Apfelbäumchen pflanzen. Denn bei einer Frau zu liegen, ist ein einzigartiges Erleben.' Luther hatte 4 Kinder und einige Waisen angenommen.
Maria Montessori
'Ein jedes Kind ist von Natur aus gut. Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.'
Jean Piaget
Kinderspiele sind bewundernswerte soziale Einrichtungen. Das Murmelspel enthält ein System mannigfacher Spielregeln; ein vollständiges Gesetzbuch und eine ganze Rechtsprechung.
Sigmund Freud
'Ein Kind soll Triebbeherrschung lernen. Ihm die Freiheit geben, daß es uneingeschränkt allen seinen Impulsen folgt, ist unmöglich. Die Erziehung hat also ihren Weg zu suchen zwischen der Scylla des Gewährenlassens und der Charybdis des Versagens.'
Clemens von Brentano
O wie dankbar ist ein Kind! / Pflege ich die zarte Pflanze, / schütz ich sie vor Sturm und Wind, / wird's ein Schmuck im Himmelsglanze. / Wie gelehrig ist ein Kind! / So wie du es lehrest lesen / in dem Buch, in dem wir sind, / so wird einst sein ganzes Wesen. / Werden muß ich wie ein Kind, / wenn ich will zum Vater kommen; / Kinder, Kinder, kommt geschwind, / ich wär' gerne mitgenommen.
Peter Rosegger
'Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollten. Das erste Lebenszeichen, welches in dem jungen Menschenkinde die aufkeimende Seele von sich gibt, ist die Offenbarung der Selbstliebe. Ob Menschenliebe daraus wird oder Selbstsucht, das entscheidet die Erziehung.'
Jean-Jacques Rousseau
'Kindererziehung ist ein Beruf, wo man Zeit zu verlieren verstehen muß, um Zeit zu gewinnen. Der Gott, den ich anbete, ist nicht ein Gott der Finsternis; er hat mir den Verstand nicht gegeben, um mir den Gebrauch desselben zu untersagen. Von mir verlangen, meine Vernunft gefangen zu geben, heißt ihren Schöpfer beleidigen.'
Johann Heinrich Pestalozzi
'Der erste Unterricht des Kindes sei nie Sache des Kopfes und der Vernunft! Er sei ewig Sache der Sinne, Sache des Herzens, die Sache der Mütter und Väter! Dennoch, es ist das Los des Menschen, daß die Wahrheit keiner hat. Sie haben sie alle, aber verteilt zu jedem, und wer nur bei einem lernt, der vernimmt nie, was die andern wissen. So wie der Mensch sich selber hochachtet, achtet er seine Natur in jedem anderen Menschen hoch. Selbstachtung ist also das Menschengeschlecht zu vereinigen.'
Immanuel Gottlieb Kolb
'Wenn man einen Menschen bloß lobt und sein Gutes hervorhebt, oder ihn bloß tadelt und sein Schlimmes hervorhebt, so thut man ihm beidemal Unrecht. Denn oft sucht man den Fehler bei anderen anstatt bei sich. Und ist 'fehlen' doch ein Zeitwort; das kann man konjugieren. Da 'fehle' ich allemal.'
Friedrich Fröbel
'Bei der Erziehung muß man etwas aus dem Menschen herausbringen und nicht in ihn hinein. Denn Erziehung ist Beispiel und Liebe, und sonst nichts.'
Platon
'Das Gemüt des Kindes muß, fern von Verzärtelung, welche empfindlich, zornig und mürrisch macht, wie von zu großer Strenge, welche Kleinmut und Sklavensinn erzeugt, in einer möglichst heiteren Stimmung gehalten werden.'
Matthäus 5, 44
Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf daß ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel; denn er läßt die Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten, und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Andreas
'Gottes Wort ist den Schmetterling begrüßt überall vernommen, und mit dem Kinderball zu Höhen empfangen.'
'Auf den gesegneten Wegen des Herrn stolpern und springen sie überall umher. Gehen sie dennoch erst aufrecht, wenn sie in die Arme der Liebe fanden.'
Sprichwort aus Zimbabwe
' Tu einem Kind Ehre an, und es wird dir Ehre antun! '

A.H.S.


Lebenslang lernen, ein Leben lang.

  • Struwwelliese und Struwwelpeter
    Moralische Grundwerte von Dr. Hoffmann.


  • * 25 Jahre Kinderrechtskonvention *
    Kinder haben bereits die Pflicht zur Schule zu müssen. Doch sie haben auch ein Recht darauf lernen zu dürfen und Antworten zu ihren Fragen zu bekommen.
    Hier die ersten 10 der 54 Unicef - Artikel.